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DIY-Lexikon: Effektgarn (Effektwolle)

Tolle Akzente setzen mit Effektgarn

Effektwolle dient dazu, besonders interessante Mode und Accessoires zu stricken und zu häkeln. Die Grenze zu normaler Wolle ist dabei allerdings etwas diffus, da selbst glatte Garne manchmal kleine Effekte eingearbeitet haben. Generell lässt sich aber sagen, dass Effektgarn von der Struktur her nicht gleichmäßig ist. Ein beliebtes Effektgarn ist Fransenwolle, bei der vom Hauptfaden immer wieder kleine Fransen abgehen. Diese Effektwolle ist ideal, um eine Art Pelzbesatz an Pullover oder Schals zu arbeiten. Natürlich kann Effektwolle auch komplett für ein Werkstück verarbeitet werden. Gerade Accessoires wie Mützen und Tücher wirken aus diesen Garnen sehr chic. Für festliche Mode gibt es Paillettengarn, während für rustikale Pullover ein Flammengarn sehr schön aussieht. Flammengarn ist unterschiedlich dick und ergibt eine sehr interessante Struktur. Selbst ohne komplizierte Muster entsteht ein eindrucksvolles Strick- oder Häkelbild.

Wissenswertes über Effektgarn

Effektgarn ist sehr häufig aus Chemiefasern gearbeitet, da die Besonderheiten oft nicht mit natürlicher Wolle erzielt werden können. Lurexfäden, Glanzgarn, Noppen und Pailletten oder Perlen lassen sich nur aus künstlichen Materialien herstellen. Anders sieht es bei Flammengarn oder Dochtgarn aus. Hier beeinflusst die Spinntechnik die Optik und ist deshalb für Liebhaber von Naturfasern zu empfehlen. Die Effekte entstehen zumeist beim Verzwirnen mehrerer unterschiedlicher Fäden. Es gibt drei grobe Einteilungen bei Effektgarnen. Die erste Gruppe besteht aus Wolle, bei der ein Materialeffekt erzielt wird. Dieser kommt durch das Verzwirnen unterschiedlicher Fäden zustande. Die zweite Variante ist Effektgarn, welches durch seine Farben die Wirkung erzielt. Durch unterschiedlich lange Farbpartien entstehen beim Häkeln oder Stricken Muster, obwohl nur glatte Maschen gearbeitet werden. Formeffekte sind die dritte Kategorie der Effektgarne. Zu dieser Gruppe zählen Flammengarn, Noppengarn und Bouclé.

So wird Effektwolle richtig verhäkelt und verstrickt

Jedes Effektgarn hat eine Empfehlung, welche Nadelstärke Sie wählen sollten. Wenn Sie besonders locker arbeiten, wählen Sie ruhig eine Nadelstärke weniger, wenn Sie fest stricken oder häkeln, dann darf es eine Nadelstärke mehr sein. Denn Effektgarn braucht die Möglichkeit, sich richtig zu entfalten, damit die Optik gut zur Geltung kommt. Da die Reihen manchmal durch die Effekte nicht gut sichtbar sind, hilft es, wenn Sie einen Reihenzähler benutzen oder sich die gearbeiteten Reihen notieren. Auch ein Kontrastfaden kann das Zählen erleichtern, dieser muss aber später wieder entfernt werden. Effektgarn, welches Fransen oder eine raue Oberfläche hat, gleitet am besten über glatt polierte Holznadeln. Achten Sie darauf, dass keine Risse oder Kanten an Ihren Strick- oder Häkelnadeln sind.

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