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DIY-Lexikon: Angora

Edel, flauschig und warm: Angora

Angorawolle besteht aus den feinen, seidigen Haaren des Angorakaninchens. Der Begriff Angora kommt ursprünglich aus dem Türkischen und geht auf die Stadt Ankara zurück. Die kleinen, dicht behaarten Kaninchen waren im 18. Jahrhundert beliebte Haustiere unter französischen Adeligen und Mitgliedern des Königshauses. Ihre luxuriöse Wolle weist zahlreiche, natürliche Farbabstufungen auf. Typisch sind Weiß, Beige, Brauntöne und Schwarz. Für die Gewinnung der langen, weichen Wollfasern werden die Kaninchen entweder gekämmt oder geschoren.

Leichte und seidige Textur

Textur und Eigenschaften von Angorawolle erinnern sehr an Kaschmir. Die leichten Fasern fühlen sich seidig an und sind sehr leicht und voluminös. Angora ist wärmer und gleichzeitig leichter als Schafwolle, da die Fasern hohl sind. Warme Luft wird im Inneren der Härchen eingeschlossen und hält den Körper angenehm warm. Normalerweise wird Angora im Verbund mit anderen Fasern wie Wolle, Merino oder Kunstfaser versponnen, da reine Angoragarne zum Verfilzen neigen. Zudem ist Angora eine sehr feste Faser, die sich nicht zum Stricken oder Häkeln elastischer Kleidung anbietet.

Perfekt für edle Accessoires

Angoragarne eignen sich am besten für die Herstellung warmer, winterlicher Accessoires. Besonders schön sind Mützen, Stirnbänder oder flauschig Schals. Und auch ein traditioneller Muff wird durch die Verwendung von Angora warm und stylish. Zudem setzt das edle Garn auffällige Akzente in schlichter Kleidung. Stricken oder häkeln Sie beispielsweise einen Angorakragen an Ihre selbstgemachten Pullover oder versehen Sie Mützen mit dekorativen Bommeln aus dem feinen Kaninchenhaar.

Die richtige Pflege

Waschen Sie Ihre selbstgestrickten Kleidungsstücke und Accessoires aus Angorawolle am besten kalt und von Hand. Verwenden Sie entweder spezielles Waschmittel oder ein mildes Shampoo. Nach dem Waschen legen Sie die Kleidung zwischen zwei trockene Handtücher und pressen die Feuchtigkeit sanft aus den Fasern. Lassen Sie Pullover, Jacken oder Schals immer liegend trocknen und vermeiden Sie starke Hitzeeinwirkung. Heizungsluft oder intensive Sonneneinstrahlung greift die feinen Fasern an und macht sie porös.

Tipps zum Verstricken und Verhäkeln

Die langen Angorafasern verleihen Ihren selbstgemachten Kreationen ein luftiges und voluminöses Erscheinungsbild. Zudem sorgen sie aber auch dafür, das Rippen-, Zopf- oder Lochmuster beim Stricken oder Häkeln sehr undefiniert werden. Die besten Muster für die Verarbeitung von Angora sind dementsprechend schlicht und weisen wenig Struktur auf. Besonders gut eignen sich glatt rechts und links gestrickte Maschen. Falls Sie häkeln, sollten Sie simple Muster mit Stäbchen bevorzugen.

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