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DIY-Lexikon: Acetat

Was ist Acetat?

Acetat ist die Synthese von Celluloseacetat und Acetylzellulose und gehört somit zur Gruppe der Kunststofffaser. Der größte Teil des Stoffes geht an die Tabakindustrie und wird dort zu Filtern für Zigaretten verarbeitet. Acetat reagiert empfindlich auf Chemikalien wie Aceton, Laugen und starken Reinigungsmitteln und darf damit nicht in Kontakt kommen. Der Stoff trocknet schnell, ist schmutzabweisend und kann nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Außerdem schmilzt die Faser bei 200 Grad und ist nicht geeignet für den Wäschetrockner.

Acetat – der ideale Futterstoff

l auf der Haut an und ist formbeständig. Die Kunstfaser überzeugt mit ihrer schönen Struktur, die dem Seidenstoff sehr ähnlich ist. Außerdem knittert er kaum, ist schwer entflammbar und unempfindlich gegen Motten und Pilzbefall. Wie bei allen feinen Stoffen brauchen Sie beim Zuschneiden Geduld und Zeit. Ein Baumwoll- oder Leinentuch als rutschhemmende Unterlage macht Ihnen die Arbeit leichter. Normale Klebestreifen, Dosen und kleinere Haushaltartikel sind ebenfalls geeignet. Zum Nähen ist ein Garn aus hochwertigem Polyester am besten für den transparenten Stoff. Benutzen Sie eine Maschinennadel der Stärke 60 und wählen Sie eine Stichlänge zwischen zwei und drei Millimeter. Wenn Sie den Stoff mit einem Obermaterial vernähen, richtet sich natürlich die Nadelstärke und Stichlänge nach diesem Material. Wenn Sie den Stoff umfärben möchten, haben Sie mit Acetat den idealen Partner gefunden.

Acetat – der ideale Futterstoff

Acetat ist dem Seidenstoff sehr ähnlich und hat dieselben positiven Eigenschaften. Acetat ist weich, fällt fließend und der Stoff ist perfekt für festliche Blusen und Kleider. Auch Dessous profitieren von dem zarten Material: seit Jahren wird er für Unterröcke verwendet. Besonders als Futterstoff für Sakkos, Kleidungen, Krawatten und Hosen konnte sich das Gewebe einen Namen machen. Das pflegeleichte Textil dient dem Abfüttern und Wärmehaltung zwischen dem Stoff und der Haut. Acetat hat als Textilfaser sehr wenige Quellstoffe und wird daher auch gerne für die Herstellung von Regenjacken- und schirmen benutzt. Wenn Sie einen Futterstoff nähen, eignet sich eine eine Acetat-Viskose Mischung besser als reines Acetat. Die elektrostatische Aufladung wird dank der Viskose deutlich gesenkt.

Chemiefasern können Sie bei niedrigen Temperaturen waschen und bügeln. Grundsätzlich richtet sich die Pflege nach dem Obermaterial. Bei unterschiedlichen Stoffen gilt die Regel, dass Sie sich bei der Pflege nach dem empfindlichsten Material richten. Kleidung aus Acetat dürfen Sie mit einem Seidenprogramm und feinem Waschmittel bei höchstens 40 Grad waschen. Bitte beachten Sie, dass zu häufiges Waschen dem Stoff schadet und er an Form und Glanz verliert. Wählen Sie im Zweifelsfall die Alternative der chemischen Reinigung. Falls Sie Kleidung bügeln müssen, dann höchstens bei einer Temperatur bis 120 Grad. Legen Sie als Schutz ein feuchtes Tuch unter das Bügeleisen.

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