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Dissociated Diet: So funktioniert das strenge Diät-Konzept

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Diät-Check: Die Trennkost-Diät
Diät-Check: Die Trennkost-Diät Abnehmen 00:01:38
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Was taugt die Dissociated Diet?

Um unseren Körper und sämtliche damit verbundenen Prozesse zu verbessern, haben wir schon unzählige Diäten ausprobiert. Eine unter ihnen ist auch die Dissociated Diet. Was es mit dieser strengen Ernährungsweise auf sich hat, lesen Sie hier.

Ein Diät-Trend, der immer mehr Zulauf hat, ist die sogenannte Dissociated Diet. „Dissociated“ bedeutet so viel wie getrennt, losgelöst, abgesondert. Vielen ist diese Ernährungsweise besser bekannt unter dem Namen Trennkost. Die Idee dahinter: Wir sollen die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen getrennt voneinander zu uns nehmen.

Entwickelt von dem amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay wird bei diesem Ernährungskonzept darauf geachtet, vor allem Eiweiße, Kohlenhydrate und säurehaltiges Obst stets getrennt voneinander zu sich zu nehmen.

So funktioniert die Dissociated Diet

Anhänger der Dissociated Diet sollen sich bei Ihren Gerichten stets für nur EINE Lebensmittelgruppe entscheiden. Diese können Sie entweder von Gericht zu Gericht oder von Tag zu Tag wechseln. Entweder essen sie beispielsweise den ganzen Montag über nur Obst und Gemüse und wechseln am Dienstag in eine andere Lebensmittelgruppe. Oder Sie essen eben nur zum Frühstück Obst und Gemüse und wechseln mittags und abends nochmal.

Die fünf goldenen Regeln der Dissociated Diet:

  1. Keine Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß oder säurehaltigem Obst essen
  2. Obst, Gemüse und Salat sind Hauptbestandteile der Diät
  3. Eiweiß-, stärke- und fetthaltige Lebensmittel nur in geringen Mengen essen
  4. Vollkornprodukte sind erlaubt, industriell verarbeitete Lebensmittel sind verboten
  5. Mindestens vier Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einhalten

Der Sinn hinter der strikten Trennung? Laut Hay soll der Körper beim Verstoffwechseln von unterschiedlichen Lebensmitteln übersäuern und sich in Folge dessen ungesunde Schlacken – also Schadstoffherde – im Körper ansammeln. Trennen wir bei unseren Gerichten die angeblich miteinander unverträglichen Lebensmittel, soll so einer Übersäuerung des Körpers vorgebeugt werden.

Mit diesem Ernährungskonzept läuft die Dissociated Diet konträr gegen die meisten üblichen Diättipps, die eine ausgewogene Ernährung bestehend aus Kohlenhydraten, Eiweißen und gesunden Fetten, vorsehen.

Die Vorteile der Dissociated Diet

Manche Punkte am Konzept der Dissociated Diet sprechen eindeutig für den Diät-Trend. Unser Konsum an Obst, Gemüse und Vollkornprodukte nimmt zu und der an protein-, fett- und stärkehaltigen sowie industriell verarbeiteten Lebensmitteln gleichzeitig ab.

Das Ergebnis: Wir ernähren uns automatisch bewusster, nehmen mehr pflanzliche Lebensmittel zu uns, die reich an Ballaststoffen sind und uns dadurch nicht nur sättigen, sondern auch die ein oder anderen Pfunde purzeln lassen.

Ein weiteres Plus: Dadurch, dass pflanzliche Lebensmittel weniger Kalorien haben, können wir auch mehr davon essen und nehmen trotzdem nicht mehr Kalorien zu uns, als wenn wir weniger, dafür aber fetthaltigere Gerichte essen.

Was spricht gegen die Dissociated Diet?

Das große Manko der Dissociated Diet ist ihre Belegbarkeit. So konnte es wissenschaftlich bislang nicht bewiesen werden, dass unser Körper tatsächlich verschiedene Lebensmittelgruppen schlecht zusammen verarbeiten kann und dadurch übersäuert. Manche unserer Lebensmittel bestehen sogar sowohl aus Kohlenhydraten als auch aus Proteinen – Nüsse zum Beispiel. Und trotzdem hat es unser Verdauungssystem bisher geschafft, diese Nährstoffkombination gut zu verarbeiten.

Die Tatsache, dass wir durch die Dissociated Diet tatsächlich abnehmen, liegt vermutlich einzig und allein daran, dass wir mit ihr schlichtweg weniger Kalorien als für gewöhnlich zu uns nehmen.

Ein Problem bei dieser Diätform ist auch, dass wir unseren Körper nicht immer mit ausreichend vielen Nährstoffen versorgen, wenn wir uns an einem Tag nur auf eine einzige Lebensmittelgruppe beschränken. In der Folge kann es zu Mangelerscheinungen kommen sowie – stellen wir die Diät wieder ein – zum allseits bekannten und verhassten Jo-Jo-Effekt.

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