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Die Zeitumstellung bringt die innere Uhr aus dem Gleichgewicht

Das macht die Zeitumstellung mit unserem Körper
Das macht die Zeitumstellung mit unserem Körper Sogar mehr Herzinfarkte als sonst! 00:01:09
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Zeitumstellung bringt unseren Rhythmus bis zu vier Wochen aus dem Takt

Zweimal im Jahr wird die Uhrzeit umgestellt: Im Frühling wird sie eine Stunde vorgestellt, im Herbst eine Stunde zurück. Für viele Menschen beginnt damit eine schwierige Phase, denn die Zeitumstellung bringt die innere Uhr aus dem Takt und das Zeitgefühl durcheinander.

Jetzt gibt einen aktuellen Bericht für den Bundestag, der für den Gegnern der Zeitumstellung neue Argumente liefert: Denn darin werden besonders die gesundheitlichen Folgen der Zeitumstellung beleuchtet. So dauere es bis zu einer Woche, bei manchen sogar bis zu vier Wochen, wieder in den normalen Rhythmus zu kommen. Das bedeutet dann Schlafstörungen, schlechtere Arbeits- oder Lernleistungen und ein erhöhtes Unfallrisiko.

Ein Grund: Der Körper hat eine uralte Rhythmik. "Die eine Stunde Zeitverschiebung hat bei empfindlichen Menschen den Effekt, dass sie schlechter aus dem Bett kommen. Außerdem treten Herz-Kreislauf-Probleme auf", sagt der Schlafmediziner Dr. Michael Feld.

So passen Sie sich an die Zeitumstellung an

Diese Folgen sind schwer zu umgehen. Um sich an die Sommerzeit anzupassen, sollten empfindliche Menschen eine Woche Tage vor der Zeitumstellung eine halbe Stunde früher ins Bett gehen. Kein Wunder also, dass die meisten gegen die Zeitumstellung sind. 71 Prozent der Deutschen empfinden diese sogar als überflüssig.

Aber wozu ist die Sommer- und Winterzeit überhaupt gut? Befürworter der Zeitumstellung argumentieren damit, dass das Tageslicht durch die Zeitanpassung besser genutzt werden könne, dadurch wird angeblich Energie gespart. Energieexperten bestätigen diese Annahmen jedoch nicht. Zwar werde weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht, jedoch werde umso mehr Energie zum Heizen benötigt.

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