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'Die Schwester': Joy Fielding zeigt uns das 'Herz der Finsternis'

Joy Fielding 'Die Schwester'
'Die Schwester' von Joy Fielding ist super spannend und hoch emotional.

Ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern verbringt ein paar schöne Tage in einer Ferienanlage. Als die Eltern eines Abends vom Essen mit Freunden ins Hotelzimmer zurückkehren, fehlt von der jüngeren Tochter jede Spur. Trotz großer Medienpräsenz bleibt die Suche nach dem Mädchen ohne Erfolg. Ein nicht enden wollender Albtraum beginnt.

Bis hierhin sind Parallelen zum Fall der 2007 verschwundenen Maddie McCann nicht von der Hand zu weisen. Doch Joy Fieldings Roman 'Die Schwester' setzt an dem Punkt an, an dem Familie mit einer Wahrheit konfrontiert wird, die sie ins 'Herz der Finsternis' führt.  

"Ich glaube mein richtiger Name ist Samantha. Ich denke, ich bin Deine Tochter." Caroline Shipley bleibt fast das Herz stehen, als sie diese Worte eines fremden Mädchens am Telefon hört - 15 Jahre, nachdem ihre zweijährige Tochter Samantha aus einer Suite eines mexikanischen Nobelhotels verschwand. Während Familie und Freunde die Anruferin für eine Betrügerin halten, weiß Caroline nicht, was sie glauben soll. Doch eines scheint sicher zu sein: Jemand versucht krampfhaft, die Wahrheit zu vertuschen. 

Joy Fielding ist nicht nur ein spannender Psychoroman gelungen, sondern auch das Porträt einer Familie, bei der nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Besonders die Mutter-Tochter-Beziehungen - sowohl zwischen Caroline und ihrer Mutter als auch zwischen Caroline und ihrer älteren Tochter Michelle - haben einen tragischen Charakter.

Spannend, emotional und aufwühlend: 'Die Schwester' beweist einmal mehr, dass Joy Fielding einfach eine Meisterin ihres Fachs ist.

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