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Die schwarze Seite von Facebook & Co.: Cybermobbing

Die Kehrseite von Facebook & Co.: Cybermobbing
Kinder und Jugendliche werden im Internet gemobbt. © Mitarart - Fotolia

So wird Ihr Kind kein Mobbing-Opfer

Cybermobbing ist mittlerweile fast schon ein fieser Volkssport: Jeder dritte Jugendliche in Deutschland ist bereits Opfer von Mobbing-Attacken im Internet geworden, wie eine bundesweite Forsa-Umfrage belegt. Was können Eltern tun?

Die meisten Jugendlichen tummeln sich in der Freizeit im Internet. Die Kommunikation läuft über Chats in den verschiedensten Portalen. Und die ist nicht immer freundlich, sondern immer öfter richtig bösartig. Da haben es die Jugendlichen leicht. Attacken gegen Mitschüler, Vereinskollegen u.ä. müssen nicht face-to-face stattfinden. Sie können kinderleicht ohne direkte Konfrontation hinterm Monitor verschanzt, gepostet werden.

Welche Möglichkeiten haben Eltern, ihre Kinder zu schützen oder ihnen zu helfen? Bevor Sie überhaupt irgendetwas tun können, müssen Sie erstmal erkennen, dass Ihr Kind im Netz fertig gemacht wird und Hilfe braucht. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie herauszubekommen, ob etwas nicht stimmt und es bedrückt.

Offene Gespräche über Mobbing helfen, sich dagegen zu wehren

Erste Anzeichen für Mobbing, das später im Internet fortgesetzt und zum sogenannten Cybermobbing wird, sind Hänseleien und Anfeindungen in der Schule, im Verein oder in der Clique. Viele Kinder leiden unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen und haben Angst, in die Schule zu gehen.

Auch wenn Kinder immer stiller werden und sich zurückziehen, die Noten plötzlich schlechter werden oder aber Schulsachen auffällig oft kaputt gehen oder verschwinden, sollten Eltern hellhörig werden. Das gleiche gilt, wenn Einladungen von Schulfreunden des Kindes auf einmal ausbleiben oder das Kind keine Freunde mehr mit nach Hause bringt. Äußere Anzeichen für Schikanen und Gewalt können blaue Flecken oder Prellungen sein.

Letztlich können aber nur Gespräche Mobbingattacken ans Licht bringen. Und das ist das Problem daran: Mobbing-Opfer schämen sich meist so sehr, dass sie nicht darüber reden. Häufig suchen sie die Schuld bei sich selbst.

Mobbing-Experte Dirk Heinrichs appelliert immer wieder an die Schüler, unbedingt über Attacken aus dem Netz zu reden. Außerdem sollten sich Betroffene sofort Hilfe holen und gemeinsam mit ihren Eltern Beweise sichern und mit der Schul- oder Vereinsleitung sprechen. Auch Lehrer können ins Vertrauen gezogen werden. Wenn keine Verantwortlichen herangezogen werden können, sollte die Polizei informiert werden.

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