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Die Plazenta: Alle Fakten zum Mutterkuchen

Wie läuft die Befruchtung ab?
Wie läuft die Befruchtung ab? Schwangerschaft 00:03:26
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Was Sie noch nicht über die Plazenta wussten

Nach der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter bildet sich in der Gebärmutter die Plazenta, auch besser bekannt als Mutterkuchen. Das Gewebe versorgt den heranwachsenden Embryo permanent mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Stoffwechsel der Mutter.

Aufbau der Plazenta

Planzenta und Baby in der Fruchtblase
Hier kann man gut erkennen wie das Baby mit der Plazenta verbunden ist.

Voll ausgereift wiegt die Plazenta ein halbes Kilogramm und ist etwa 15 bis 20 Zentimeter im Durchmesser groß. Verbunden ist der Fötus mit der Plazenta über die Nabelschnur. Der Mutterkuchen hat einen mütterlichen und einen fetalen Anteil. Dazwischen liegt ein Teilstück, das mit dem Blut der Mutter gefüllt ist. Die Plazenta wird als Nachgeburt vom Körper ausgestoßen.

Die Plazenta sieht aus wie eine Scheibe, kann aber auch ring- oder gürtelförmig sein. Auch die Lage der Plazenta ist unterschiedlich. Mediziner unterscheiden zwischen Vorderwand- und Hinterwandplazenta. In der Regel liegt die Plazenta gegenüber dem Muttermund. Dann liegt die Plazenta an der hinteren Wand der Plazenta und wird daher als Hinterwandplazenta bezeichnet.

Liegt der Mutterkuchen an der vorderen Wand der Gebärmutter, spricht man von einer Vorderwandplazenta. Die Lage der Plazenta wirkt dann wie ein Kissen – erste Kindsbewegungen sind damit weniger spürbar. Komplikationen hat diese Lage der Plazenta aber nicht zur Folge.

Problematisch wird es nur, wenn die Plazenta zu tief liegt und sich ganz oder teilweise vor den Muttermund schiebt. Eine natürliche Geburt ist so nicht möglich. Außerdem kann sich die die Plazenta vorzeitig ablösen.

Probleme in der Schwangerschaft

Zum Ende einer Schwangerschaft kontrolliert der Arzt immer wieder, ob das Kind noch ausreichend über die Plazenta versorgt wird. Reicht die Versorgung nicht aus, spricht man von einer Plazentainsuffizienz. In solchen Fällen wird Bettruhe verordnet oder im schlimmsten Fall die Entbindung eingeleitet.

Die Plazenta und ihre heilende Wirkung

In China wurde die Plazenta einst als Heilmittel für Unfruchtbarkeit oder Impotenz bei Männern gehandelt. Auch in der Schönheitsindustrie wurden Mutterkuchen zu Cremes und Lotionen verarbeitet. Aufgrund verschiedener Krankheiten, die über die Plazenta übertragbar sind wurde die Produktions solcher Kosmetikprodukte aber eingestellt.

Ein weiterer Brauch im Bezug auf die Plazenta ist das Vergraben des Mutterkuchens unter einem Baum.

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