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Die Kleidermotte: Lästig und gefräßig

Die Kleidermotte: Klein, hartnäckig und überall zuhause.
Der Kampf gegen die Kleidermotte ist langwierig. Es gibt aber ein paar gute Hausmittel. © picture alliance / Arco Images G, C.M. Bahr

Die Kleidermotte ist überall zu Hause

Die meisten haben es schon einmal erlebt: Schrank auf, Kleidungsstück raus und dann ist da ein kleines Loch drin. Motten! Das Problem: Sie ist gar nicht so leicht zu bekämpfen, denn sie nutzt auch kleinste Ritzen zur Fortpflanzung und die findet auch noch rasend schnell statt. Man muss also konsequent sein beim Kampf gegen das winzige Insekt. Dabei ist die Motte an sich gar nicht das Problem, sondern ihre gefräßigen Larven.

Wenn Sie also Befall feststellen, müssen Sie hartnäckig säubern. Pheromonfallen aus dem Baumarkt oder aus Drogerien zeigen, ob Ihr Verdacht richtig war. Doch die Fallen alleine reichen nicht. Sie locken nur die Männchen an. Außerdem benötigen Sie dann Fliegengitter, denn mit den Pheromonfallen locken Sie nicht nur die Tiere aus dem Schrank, sondern auch welche aus der Umgebung an.

Leeren Sie Ihren Schrank und putzen Sie ihn gründlich. Dann eine Weile warten, ehe Sie den Schrank nochmal putzen. Auch Verschraubungen und kleine Ritzen müssen gereinigt werden, Sie können dafür auch einen Föhn benutzen. Legen Sie den Schrank mit Lavendel oder Kampfer aus.

Schlupfwespen sind der natürliche Feind der Motte

Schauen Sie sich Ihre Kleidung einmal genauer an. Benötigen Sie das betroffene Kleidungsstück wirklich oder kann es vielleicht auch in den Müll? Einfach mal aussortieren - auch das hilft schon. Gerade in 'Schrankleichen' können die Larven sitzen.

Wenn Sie glauben, dass Ihr Teppich befallen ist, ist das Problem ein wenig gravierender als beim Schrank. Täglich mehrfach zu saugen ist nun angeraten, zur Not muss der Teppich sogar raus. Denn ein Teppich bietet massig Raum für die kleinen Larven.

Nicht vergessen: Die Tiere überleben das Absaugen. Sie können sich also auch im Staubsaugerbeutel vermehren. Die Beutel müssen also häufiger geleert oder getauscht werden.

Ein Geheimtipp sind Schlupfwespen. Die kleinen Insekten legen ihre Eier mit einem Legestachel in die Larven. Die Larve der Wespe frisst dann die Larve der Motte auf. Die geschlüpfte Wespe sucht ihrerseits ein neues Mottennest, um die Eier dort abzulegen. Sind alle Mottennester aufgefressen, verlässt die Schlupfwespe die Wohnung oder stirbt. Die Schlupfwespen übrigens sind flugunfähig - das ist ein Nachteil, denn die fliegenden Motten sind flexibler bei der Nestsuche.

Nicht jedem mag der Gedanke, die Wohnung mit zig Schlupfwespen zu teilen, Freude bereiten, doch sowohl die Kleider- als auch die Lebensmittelmotte wird biologisch und sicher bekämpft. 'Schlupfwespen-Geschwader' sind im Handel erhältlich.

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