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Die Hautkrankheit Krätze ist auf dem Vormarsch: Immer mehr Fälle in Kitas und Schulen

Besonders in Kitas und Schulen gibt es mehr Krätze-Fälle.
Besonders in Kitas und Schulen gibt es mehr Krätze-Fälle. © iStockphoto

Ausgelöst wird die Krankheit von einem Parasiten

Die Krätze war in Deutschland lange kein Thema mehr. Doch jetzt ist die Krätze nach Einschätzung von Hautärzten auf dem Vormarsch. Die Fälle dieser Hauterkrankung nähmen zu, teilte der Berufsverband der deutschen Dermatologen mit. Konkrete Zahlen dazu gebe es nicht, aber die Rückmeldungen von Hautärzten wiesen auf eine Zunahme der Erkrankungen hin. 

Vor allem in NRW treten vermehrt Fälle der Krankheit ein. Die Fallzahlen in der Städteregion Aachen gehen seit Jahren nach oben. Dort waren die aus Schulen und Kitas gemeldeten Fälle von elf (2013) auf 316 (November 2016) gestiegen. Bislang gäbe es allerdings keine Erklärung für die Häufung der Krankheitsfälle. Doch nicht nur die Region Aachen ist betroffen, auch in Euskirchen, Köln und Düsseldorf wurde die Krankheit bereits gemeldet. 

Verursacher der Krätze sind nach Angaben der Fachleute winzige Parasiten, sogenannte Krätzmilben, die bei Hautkontakt übertragen werden. Sie graben sich in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Menschen mit trockener Haut sind laut Experten stärker betroffen als Leute mit fettiger Haut. Der starke Juckreiz verleitet zum Kratzen, daher der Name der Krankheit. 

Hier verbreitet sich die Krankheit am schnellsten

Nach Angaben von Medizinern ist die Diagnose schwieriger geworden, weil sich das klinische Erscheinungsbild verändert hat und einem Ekzem gleichen kann. Die richtige Diagnose könne sich manchmal hinziehen. Werde dann aber die richtige Diagnose gestellt und das passende Medikament gegeben, gehe von dem Patienten schon nach einem Tag keine Ansteckungsgefahr mehr aus.

Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, sei das Infektionsrisiko besonders hoch. Brutstätten können laut dem Experten und Dermatologen Bernhard Korge neben Kindergärten und Schulen auch Hotelbetten, Altenheime und Krankenhäuser sein.


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Die Städteregion Aachen hat eine Informations-Broschüre heraus gegeben. Daraus wird klar, wie aufwendig die Maßnahmen für Betroffene sind: Kleidung, Handtücher und Bettwäsche müssen täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Sachen, die nicht gewaschen werden können, müssen sieben Tage luftdicht in eine Plastiktüte gepackt werden. Polster, Matratzen und Möbel müssen täglich abgesaugt werden.

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