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Erste Impfungen Baby: Das sollten Sie beachten

Darum ist Impfen so wichtig!
Darum ist Impfen so wichtig! Besorgniserregende Impfquote in Deutschland 00:02:00
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Impfungen Babys: So machen Sie alles richtig

Wenn die ersten Impfungen Ihres Babys anstehen, sind viele Eltern nervös: Wann muss man das erste Mal impfen? Was muss man beachten, damit eine Impfung ohne Komplikationen verläuft? Und was kann man tun, um den Kleinen den Stress durch einen schmerzhaften Pikser zu erleichtern? Mit unseren Tipps sind Sie auf die Impfungen bei Ihrem Kind bestens vorbereitet.

Wann muss ich mein Baby gegen was impfen lassen?

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI) kann ein Kind ab einem Alter von zwei Monaten geimpft werden. Bei einem Frühchen sollte man dem Baby etwas mehr Zeit lassen, damit das Immunsystem sich vollständig entwickeln kann.

Die Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr umfasst die Impfung Ihres Babys gegen folgende Krankheiten:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Keuchhusten
  • Hib (Influenza Typ b)
  • Hepatitis B
  • Kinderlähmung
  • Rotaviren
  • Pneumokokken
  • Bei Rotaviren wird empfohlen bereits mit der vollendeten sechsten Woche zu impfen.

Ist das erste Lebensjahr abgeschlossen, sind weitere Basisimpfungen nötig:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken (Varizellen)
  • Influenza
  • Meningokokken

Die Impfungen werden in Teilimpfungen vorgenommen und in regelmäßigen Abständen fortgeführt. Hier sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen. Er kann Ihnen genaue Informationen zu den empfohlenen Zeitabständen geben.

Was sind mögliche Risiken und Impfschäden bei Babys und Kleinkindern?

Nach einer Impfung kann der Körper mit Rötungen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber reagieren. Diese Reaktionen sind allerdings in der Regel Anzeichen dafür, dass das Immunsystem mobilisiert wurde, was bei einer Impfung durchaus gewünscht ist. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie aber auf jeden Fall Ihren Arzt auf, um auf Nummer sicher zu gehen, denn ein Kind kann auch Überreaktionen gegen Impfstoffe zeigen, die dringend einer Behandlung bedürfen.

Heftige Reaktionen und bleibende Impfschäden treten laut RKI sehr selten auf. Der von Impfgegnern oft genannte Autismus ist keiner der Impfschäden, die ein Kind davontragen kann. Es wurden zahlreiche Studien hinsichtlich dieser Theorie durchgeführt. In keiner konnte bewiesen werden, dass Impfstoffe und Autismus im Zusammenhang stehen.

Auf was muss ich vor und nach der Baby-Impfung achten?

Der richtige Zeitpunkt: Idealerweise sollte die erste Impfung eines Babys am Vormittag erfolgen, denn dann bleibt einem noch der ganze restliche Tag Zeit, um das Kind zu beobachten. So kann man bei eventuellen Überreaktionen auf den Impfstoff oder sonstigen Komplikationen noch am selben Tag den Arzt aufsuchen.

Impfabstände einhalten: Zwischen zwei Impfungen sollte ein zeitlicher Mindestabstand von vier bis sechs Wochen eingehalten werden.

Impfpass: Bei der ersten Impfung Ihres Kindes erhalten Sie einen Impfpass - er muss bei Folgeterminen unbedingt mitgebracht werden, denn in ihm dokumentiert der Kinderarzt alle weiteren Impfungen.

Vorsicht bei kranken Babys: Wenn das Kind krank und fiebrig ist, sollte es nicht geimpft werden - das kann gefährlich werden. Lieber zwei Wochen warten, bis der kleine Körper sich vollständig von dem Infekt erholt hat. Auch vor Menschen, die ansteckende Krankheiten haben, sollte man dann tunlichst Abstand halten. Das Kind könnte sich anstecken und dann beim Impftermin die Krankheit bereits in sich tragen, ohne dass man davon etwas merkt.

Ganz wichtig: Sollte Ihr Kind bereits bekannte Allergien oder auf einen Impfstoff schon einmal überreagiert haben, sollte die Folgeimpfung mit einem anderen Wirkstoff erfolgen.

Impfungen Babys: Wie gestalte ich das Impfen stressfrei für mein Kind?

Bei Impfungen von Babys ist Körperkontakt mit Mama oder Papa zur Beruhigung ganz wichtig - auch ein vertrautes Objekt, wie ein Schnuller oder Kuscheltier hilft den Stress so gering wie möglich zu halten.

Wenn das Kind schon etwas größer ist, sollten Sie es auf den Impftermin vorbereiten, damit es nicht plötzlich von einer schmerzhaften Spritze überrascht wird.

Auf Mamas oder Papas Schoß sitzen, beruhigt natürlich zusätzlich - auch ein kleines Geschenk hinterher lässt eventuelle Tränchen schnell versiegen.

Bunte Pflaster trösten und können hinterher stolz herumgezeigt werden.

Wenn Sie diese Tipps beachten, wird der erste Impftermin Ihres Kindes garantiert nicht zum stressigen Abenteuer - und es vergisst den kleinen Pikser ganz schnell wieder.

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