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Die erste gemeinsame Wohnung: Darauf sollten Sie achten

Die erste gemeinsame Wohnung: Darauf sollten Sie achten
© picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTOs

Tipps für die erste gemeinsame Wohnung

Es gibt für alles ein erstes Mal. So auch für die gemeinsame Wohnung mit der besseren Hälfte. Doch so einfach man die Entscheidung für die gemeinsame Wohnung vielleicht auch getroffen hat, sie ist ein großer Schritt – für Beide. Und damit aus der schnellen romantischen Entscheidung kein schleichendes Desaster wird, sollten Sie ein paar wichtige Regeln und Absprachen erstellt und besprochen haben.

Mögliche Konfliktpunkte noch vor dem Einzug klären

Männer und Frauen haben ganz natürlich und teils stark unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung und Einrichtungsstil. Richten Sie sich also am besten komplett neu ein und einigen Sie sich über ein paar wenige Einrichtungsgegenstände, die der Partner mitnehmen darf. Alles andere kann verkauft und versteigert werden. Schon lange Zeit vor dem Umzug sollten Sie gemeinsam in Möbelhäusern und im Internet nach Möbeln und Einrichtungsgegenständen stöbern, die beiden gefallen. Denn die gibt es garantiert.

"Und wo ist die Badewanne?"

Jeder hat gewisse Grundvorstellungen davon, was das neue Heim haben muss. Eine Badewanne, ein großer Kellerraum oder ein Balkon auf dem man im Sommer auch mal grillen darf. Sprechen Sie schon vor der gemeinsamen Wohnungssuche über Wünsche und Vorstellungen und grenzen Sie die Suche entsprechend ein. Besichtigungstermine sollten so vereinbart werden, dass beide daran teilnehmen können.

Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Wohnung auch die Frage nach möglichen Rückzugsmöglichkeiten. Denn sobald man mal zusammen wohnt, gestaltet es sich mit der Privatsphäre etwas schwierig. Ein zusätzliches Gästezimmer, ein Hobbyraum oder ein Büro-Zimmer bietet sich bei Bedarf gut als Rückzugsort an.

Jeder Haushalt ist auch mit Pflichten und Aufgaben verbunden. Was Ihm leicht fällt kann eine echte Belastung für Sie sein und umgekehrt. Sprechen Sie also schon vorher über Vorlieben und Haushaltspflichten, die Sie gerne erledigen. Teilen Sie die regelmäßigen Aufgaben und Verpflichtungen gerecht nach Stärken und Schwächen auf.

Die Finanzen im Blick haben

Das Schöne an einer gemeinsamen Wohnung ist, dass es meistens zwei Verdiener zur Bewältigung der Gesamtkosten gibt. Häufig sorgt Geld jedoch für ordentliches Konfliktpotential. Verdienen beide Partner in etwa gleich viel Geld, so ist die Aufteilung der Kosten für Miete, Strom und alle weiteren monatlichen Fixkosten nach dem "Fifty-Fifty-Prinzip" sinnvoll. Geht es darum den gemeinsamen Kühlschrank zu füllen, sollten Sie jedoch nicht immer gleich jeden Cent abzählen, denn das sorgt schnell für Ärger im Paradies. Vor allem, wenn sich die Höhe des Einkommens der Beziehungspartner stark unterscheidet, bietet es sich an, wenn der Besserverdienende prozentual mehr von den Gesamtkosten übernimmt. So bleibt bei beiden Partnern genügend Geld für eigene Besorgungen übrig. Führen Sie Buch, um einen Überblick über die gemeinsamen monatlichen Kosten zu gewinnen.

Das Zusammenleben unter einem Dach bedeutet nicht, dass alle Angewohnheiten und Rituale über Bord geworfen werden müssen - ganz im Gegenteil. Verabreden Sie sich, natürlich in Absprache mit dem Lebenspartner, mit den Freundinnen zu einem Mädels-Abend oder mit den Jungs auf einen Fußball-Abend. Sie haben nun mehr Platz im Haus. Warum also nicht einfach mal die Freunde beider Parteien einladen und die neue Platzfreiheit feiern?

Nun, da die grundsätzlichen und finanziellen Fragen geklärt sind, gilt es nur noch die zwischenmenschlichen Hürden zu überwinden. Und wie in jeder anderen Wohngemeinschaft auch, ist es hier wichtig, gegenseitig Rücksicht aufeinander zu nehmen und sich an die Lebensgewohnheiten des Partners zu gewöhnen, sie zu tolerieren oder konstruktiv darüber zu diskutieren.

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