Die Diddl-Maus wird beerdigt - das Ende eines Kult-Kuscheltiers

Produktion der Diddl-Maus wird nach 23 Jahren eingestellt

Sie baumelte an Schulranzen, zierte Federmäppchen, Postkarten und T-Shirts: Die Diddl-Maus. Nach 23 Jahren wird das einst so beliebte Plüschtier nun beerdigt – denn heute interessiert sich niemand mehr dafür. Der Hersteller stellt die Produktion ein.

Das Aus der Diddl-Maus
Die Diddl-Maus wird nach 23 Jahren nicht mehr produziert. © picture-alliance/ dpa/dpaweb, Timo_Jann

Anfang der 1990er Jahre trat die die Springmaus als Kult-Kuscheltier – erfunden von Cartoon-Zeichner Thomas Goletz - ihren Siegeszug an. Über 1.000 Diddl-Produkte brachte die Firma Depeche in Gesthacht auf den Markt. Im Jahr 2003 verbuchte sie damit laut 'N24' einen Umsatz von 150 Millionen Euro. Die Produkte wurden in 48 Ländern verkauft.

Doch das Tierchen mit dem großen Kopf, dem schielenden Blick und den rosigen Wangen war längst nicht nur bei Kindern und Pubertierenden beliebt. Sie baumelte auch an zahlreichen Erwachsenen-Schlüsselanhängern der Nation. Geschmacklich schied sie jedoch auch die Gemüter, so dass sich nun nicht nur genervte Eltern über das Ende des kitschigen Kuscheltiers freuen dürften.

Die 350 Angestellten der Firma Depeche widmen ihre Aufmerksamkeit nun anderen Waren: In die großen Fußstapfen der Diddl-Maus treten die 'Zauberfee Ilvy' und 'Monstercars'. Doch vielleicht hat die Maus ja irgendwann einmal Sammlerwert.

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