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Diagnose TIA: So entsteht die transitorische ischämische Attacke

Diagnose TIA: Die wichtigsten Fakten
Diagnose TIA: Die wichtigsten Fakten Vorbote für Schlaganfall richtig erkennen 00:02:29
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Eine TIA gilt als Schlaganfall-Vorbote

Bei der transitorischen ischämischen Attacke handelt es sich um eine neurologische Störung, die normalerweise nicht länger als 24 Stunden dauert und vollständig wieder verheilt. Folgeschäden bleiben zwar nicht zurück, allerdings gilt eine TIA als Vorbote eines Schlaganfalls.

Diagnose TIA: So entsteht die transitorische ischämische Attacke

Das Schlaganfallrisiko von TIA-Patienten ist in den ersten zwei Wochen nach dem Vorfall um bis zu 15 Prozent erhöht, etwa 50 Prozent der TIA-Patienten erleiden im Jahr nach der Störung einen Schlaganfall. Eine transitorische ischämische Attacke ist also nicht lebensbedrohlich, aber ein ernstzunehmender Warnschuss für Betroffene.

Wie kommt es zur Durchblutungsstörung im Gehirn?

Ursache einer TIA sind in der Regel Gefäßverschlüsse im Gehirn oder krampfartige Verengungen von Blutgefäßen. Manchmal wird die Durchblutungsstörung durch einen Migräneanfall ausgelöst. In der Folge kommt es zu einer Unterversorgung bestimmter Hirnareale mit Sauerstoff (Mediziner sprechen dabei von einer Ischämie). Häufig sind Menschen im Alter zwischen 60 und 70 betroffen.

Was sind die Symptome einer TIA?

Wie bei einem Schlaganfall treten Störungen der Sinnesorgane auf - Patienten haben plötzlich Probleme mit dem Sehen und Hören, auch Gleichgewichtsstörungen und Sprachschwierigkeiten können auftreten. Zusätzlich kommt es zu Lähmungen an Armen und/oder Beinen.

Was tun bei TIA-Symptomen?

Rufen Sie direkt einen Notarzt (Telefonnummer 112)! Falls Sie oder ein Bekannter betroffen sind, zählt bei der Behandlung jede Sekunde. Der Arzt muss so schnell wie möglich abklären, ob es sich um einen vollständigen Schlaganfall oder eine vorübergehende neurologische Störung wie die TIA handelt.

Wie läuft die Therapie von Durchblutungsstörungen im Gehirn?

Behandelt wird die TIA entweder durch eine Auflösung der Gefäßverschlüsse mit Hilfe von Medikamenten oder durch eine Operation. Die gute Nachricht für TIA-Patienten ist tatsächlich, dass keine Folgeschäden bleiben und die Symptome wieder verschwinden. Die schlechte Nachricht: Betroffene sollten ihren kompletten Organismus und ihren Lebensstil von Experten checken und umstellen lassen (wichtig: weniger Stress, weniger Rauchen, mehr Sport). Denn der nächste Warnschuss des Körpers könnte schlimme Folgen haben.

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