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Diagnose Down-Syndrom: Leihmutter soll ihr Kind abtreiben

Leihmutter Andrea bringt ihre Tochter Delaney mit Down-Syndrom zur Welt
Delaney strahlt mit ihrer Mama um die Wette © © Delaney Skye / Facebook, Delaney Skye

Die Diagnose Down-Syndrom hat alle erschüttert

Die Gesundheit des Kindes steht für werdende Eltern an erster Stelle. So auch für ein lesbisches Paar aus den USA. Die Frauen bitten ihre Freundin Andrea Ott-Dahl darum, für sie ein Baby auszutragen. Als bei einer Ultraschall-Untersuchung herauskommt, dass das ungeborene Kind mit Down-Syndrom auf die Welt kommen wird, verlangt das Paar die Abtreibung. Doch Andrea entscheidet sich dagegen und zieht das Kind jetzt selbst groß.

Die damals 34-jährige Andrea stimmt einer Leihmutterschaft für ein lesbisches Paar zu. Sie hat selbst fünf Kinder und lebt mit ihrer Frau Keston in Kalifornien. In der zwölften Schwangerschaftswoche wird bei einer Ultraschall-Untersuchung festgestellt, dass das Baby mit diversen Behinderungen zur Welt kommen wird – wenn es überhaupt überlebt. Aufgrund eines Flüssigkeitsstaus im Nacken des Ungeborenen geben Ärzte dem Kind eine Überlebenschance von gerade einmal fünf Prozent. Sollte es das Kind schaffen, wäre es höchstwahrscheinlich blind, autistisch und hätte Deformierungen, die an einen zweiten Kopf erinnern.

Die kleine Delaney hatte Glück

Das befreundete Paar kann sich nicht vorstellen, ein Kind mit solch extremen Einschränkungen aufzuziehen und versucht die Leihmutter zu einem Schwangerschaftsabbruch zu überreden. Doch Andrea kann sich eine Abtreibung nicht vorstellen und beschließt kurzerhand, die kleine Delaney dennoch auf die Welt zu bringen.

Und sie hat Glück: Ihre kleine Tochter hat, abgesehen vom Down-Syndrom, keine der prognostizierten Behinderungen. Delaney ist heute drei Jahre alt und strahlt mit ihrer Mama um die Wette. Andrea und ihre Frau Keston bereuen ihre Entscheidung bis heute keine Sekunde und wollen nun anderen Familien Mut machen: "Wir wollen betroffenen Eltern da draußen zeigen, dass sie die Hoffnung nicht aufgeben sollen. Wozu Menschen mit Down-Syndrom in der Lage sind, wird meist von der Gesellschaft bestimmt. Doch man sollte sich nicht in eine Schublade stecken lassen.“

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