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Diätplan Woche 9: Gute und schlechte Fette

Diätplan Woche 9: Gute und schlechte Fette
Diätplan Woche 9: Gute und schlechte Fette © Zentralbild, Z6068 Hans Wiedl

Woche 9: Macht Fett immer fett?

Fett macht fett. Das ist die landläufige Meinung, die man so aber auf keinen Fall stehen lassen kann. Richtig müsste es heißen: Zuviel falsches Fett macht fett!

Fett ist lebensnotwendig. Unsere Organe sind zum Schutz in Fett gelagert und auch die fettlöslichen Vitamine E, D, K, A brauchen Fett, damit sie vom Körper aufgenommen werden können.

Das Problem liegt darin, dass wir laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mehr als doppelt soviel Fett zu uns nehmen, wie wir benötigen. Zudem sind die Fette meistens noch schlecht verwertbare Fette. Diese sogenannten versteckten Fette finden wir in Backwaren, Süßigkeiten, Wurst und Käse. Wenn man sich einmal die Mühe macht, die Fettmengen aufzulisten, die man meistens gedankenlos an einem Tag zu sich nimmt, wird man feststellen, dass man schnell über der von der DGE empfohlenen Menge von 34 Gramm liegt.

Die guten und die schlechten Fette

Entscheidend neben der Menge ist aber vor allem die Qualität des Fetts. Lebenswichtige Fette sind die so genannten Omega-3-Fettsäuren, die man in Makrelen, Lachs, Hering, Tunfisch, Sardinen, Rapsöl und Walnussöl findet. Aber auch die einfach ungesättigten Fettsäuren, wie man sie in Olivenöl findet, sind hochwertige Fette, die unser Körper benötigt. Diese Fette sorgen für eine Erweiterung der Blutgefäße, was zur Senkung des Blutdrucks beiträgt. Sie stabilisieren das "gute Cholesterin" und senken das "schlechte Cholesterin". Sie sind an der Produktion des Hormons Leptin beteiligt. Je mehr Leptin im Körper ist, desto schneller stellt sich ein Sättigungsgefühl ein. Sie wirken entzündungshemmend und senken die Blutfette. Alles sehr gute Gründe, das Fett nicht pauschal zu verteufeln. Als gutes Öl sei der Vollständigkeit halber noch das Leinöl genannt.

Fette die unser Körper überhaupt nicht mag, sind die so genannten Transfettsäuren, wie sie in der Margarine zu finden sind. An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für "die gute Butter" brechen. Die klare Aussage aller Ernährungswissenschaftler ist: Lieber Butter statt Margarine. Zwar sind pflanzliche Fette, wie sie in der Margarine zu finden sind, oftmals besser zu verwerten als die tierischen Fette, aber in den meisten Margarinen sind Transfettsäuren enthalten, die schädlich für unseren Körper sind. Da machen auch die Markenprodukte keine Ausnahme. Mit viel Mühe findet man mittlerweile Margarinen ohne Transfettsäuren, die werden Sie aber nicht im Supermarktregal finden.

Welche Fette sollte ich also zu mir nehmen? Das ideale Verhältnis besteht aus drei Teilen Omega-6- und einem Teil Omega-3-Fettsäuren.

Herzlichst,

Ihr Jürgen Richerzhagen

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