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Diätplan Woche 7: Kohlenhydrate spenden Energie

Diätplan Woche 7: Gute Kohlenhydrate essen
Diätplan Woche 7: Gute Kohlenhydrate essen © picture alliance, CHROMORANGE / Barbara Neveu

Woche 7: Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind Energiespender. Sie sind für unseren Körper wie Benzin für unser Auto. Aber genauso wie beim Benzin gibt es Unterschiede, die Sie wissen und beachten sollten. Es gibt Kohlenhydrate, die den Blutzucker sehr schnell ansteigen lassen und damit sofort Energie liefern und Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen.

Wer benötigt welche Kohlenhydrate? Wenn Sie Leistungssport betreiben und zum Beispiel einen Marathon laufen wollen, dann brauchen Sie während des Laufs Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen, damit Sie Ihnen Energie liefern, die Sie direkt verwerten können.

Anders ist es bei Menschen, die sich nicht im Leistungssportbereich bewegen. Sie benötigen Energie, die langsam bereitgestellt wird und lang anhaltend wirkt. Das hat einige ganz entscheidende Vorteile für unseren Körper.

Der glykämische Index (GLYX)

Die Kohlenhydrate wurden nach ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel eingeteilt in den so genannten glykämischen Index, auch bekannt als GLYX. Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen, haben einen hohen GLYX, Kohlenhydrate, die langsam auf den Blutzuckerspiegel wirken einen niedrigen GLYX.

Zunächst müssen wir uns ansehen was passiert, wenn wir Kohlenhydrate mit hohen GLYX essen. Einen hohen Blutzuckerspiegel will unser Körper so schnell wie möglich wieder runterregulieren. Das macht er, in dem er Insulin ausschüttet. Er schüttet aber so viel Insulin aus, dass der Blutzuckerspiegel tiefer abfällt, als uns gut tut, was sich durch Heißhunger bemerkbar macht. Die Folge ist, wir essen wieder. Wenn wir jetzt erneut die falschen Kohlenhydrate zu uns nehmen, wiederholt sich dieser Vorgang. Das kann böse Folgen haben, denn die Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, ist für eine solche Belastung nicht ausgelegt und stellt immer häufiger frühzeitig ihren Dienst ein.

Das Resultat ist die Diabetes Typ II. Diese Diabetes nannte man noch vor ein paar Jahren "altersbedingte Diabetes". Heute - da schon Jugendliche betroffen sind - nennt man sie ernährungsbedingte Diabetes. Eine weitere unschöne Begleiterscheinung ist, dass das Insulin ein Gegenspieler der Fettverbrennung ist, das heißt, solange wir zuviel Insulin im Blut haben und das haben wir bei zu vielen Kohlenhydraten mit hohen GLYX, findet keine Fettverbrennung statt. Diese Tatsache und nicht das Fett, ist nach meiner Ansicht auch der Grund, warum so viele Jugendliche schon zu dick sind.

Anders wirken Kohlenhydrate mit einem niedrigen GLYX. Der Blutzuckerspiegel steigt langsam an. Die Bauchspeicheldrüse wird nicht überfordert und durch das langsame Zuführen von Energie und das daraus resultierende langsame Abbauen der Energie, sind wir lang anhaltender satt. Keine zu große Menge an Insulin stört die Fettverbrennung.

Das wird noch einmal Thema in den nächsten Wochen werden, in denen Sie mehr erfahren.

Bis dahin.

Herzlichst, 

Ihr Jürgen Richerzhagen

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