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Diätpillen aus Asien: So gefährlich ist der Abnehmwahn

Krank statt schlank

Das Angebot ist verlockend: Ein Paar Pillen einschmeißen und einfach abnehmen. Das versprechen Hersteller von Diätpillen im Internet, manche geben sogar eine Abnehm-Garantie. Trotzdem sollten Sie die Finger von den Abnehmtabletten lassen, denn sie können Ihre Gesundheit gefährden.

Diätpillen aus Asien sind teilweise lebensgefährlich
Jährlich beschlagnahmt der Zoll am Frankfurter Flughafen 28.000 Pillenpackungen © dpa, Matthias Hiekel

Die Produkte mit den Namen „Mexico Red Pepper“, „Fat Napalm Bomb“ oder „Super Slim“ kommen meist aus China oder Indien. In Deutschland hingegen sind sie illegal – allein am Flughafen Frankfurt gibt es rund 28.000 Fälle im Jahr, in denen der Zoll die importierten Pillen beschlagnahmen muss. Wer die Pillen aus Asien bestellt und erwischt wird, muss mit einer Zahlung von 35 Euro Bußgeld rechnen.

Gesund abnehmen?

Das Schlimmste ist allerdings die Wirkung der Pillen: Anstatt schlank zu machen, machen sie in vielen Fällen krank. Denn die Pillen enthalten oft Stoffe, die auf dem deutschen Markt nicht zulässig und gesundheitsgefährdend sind. Es sind also nicht nur falsche Versprechen und hohe Kosten, sondern es besteht ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher. Die angepriesenen Appetitzügler erhöhen den Blutdruck und den Herzschlag. Für Menschen, die ohnehin einen hohen Blutdruck haben, könnte das im schlimmsten Fall einen Schlaganfall bedeuten.

Wer wirklich gesund abnehmen und langfristig schlank bleiben will, muss ganz einfach mehr Kalorien verbrauchen als er zu sich nimmt. Das heißt: Weniger und gezielt essen und Sport treiben. Es gibt ihn nämlich durchaus, den Weg zum Wohlfühlkörper. Aber der erfordert Ausdauer und Disziplin – keine Diätpillen, Pülverchen oder andere Mittel.

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