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Diäten wenig sinnvoll: Wer einmal dick ist, bleibt es wahrscheinlich auch

Fitness Workout: Bikini-Figur im Handumdrehen
Fitness Workout: Bikini-Figur im Handumdrehen 00:22:00
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Überschüssige Pfunde bleiben oft hartnäckig auf den Hüften

Wer einmal dick ist, der wird schwer wieder schlank – so lautet das wesentliche Ergebnis einer britischen Studie, in der in einem Zeitraum von zehn Jahren Daten übergewichtiger Menschen gesammelt wurden. Dabei gelang es nur einer von 124 dicken Frauen (BMI 30 bis 35), ihr Normalgewicht zu erreichen. Bei den sehr Dicken (BMI über 40) war es sogar nur eine von 677. Das Fazit: Man sollte es besser nicht so weit kommen lassen und Übergewicht schon in den Anfängen bekämpfen - nur: Wie schafft man das, ohne sich von Diät zu Diät zu hangeln?

Dick bleibt dick
Sollten wir uns mit den überschüssigen Pfunden abfinden? © picture-alliance/ dpa/dpaweb, CTK Miroslav Foldesi

Von Christiane Mitatselis

Frauen, die mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben, leiden oft Qualen, um in Form zu kommen. Das Ganze hat leider meistens vor allem ein Resultat: Sie laufen „hangry“ durch die Welt. „Hangry“ ist eine hübsche Wortkreation aus dem Englischen, die die Adjektive „hungry“ (hungrig) und „angry“ (verärgert, zornig) verknüpft. Wer „hangry“ ist, hat schlechte Laune, weil er Hunger hat. Radikaldiäten, mit denen man sich zehn Kilo in drei Wochen runterhungern kann, machen tatsächlich sehr „hangry“. Man sollte die Finger von ihnen lassen. Und zwar nicht nur, weil man Hunger schieben muss und Zornesfalten auf der Stirn gefördert werden. Sondern auch, weil man die Kilos in der Regel nach Diät-Ende bereits in wenigen Tagen wieder drauf hat. Derartige Diäten sind sinnlose Quälereien, man sollte die Finger von ihnen lassen. Zumal auch noch der berüchtigte Jojo-Effekt droht – nach wiederholten Hungerkuren kann das Ausgangsgewicht sogar ansteigen.

"Happy" statt "Hangry": So bleibt man dauerhaft schlank

Die Frage der Fragen lautet also: Kann man schlank werden und es auch bleiben, ohne dauerhafte Qualen zu leiden? Die Antwort: Es geht, man muss sich nur in Bewegung setzen. Es ist keine Floskel, Sport hilft wirklich. Durch ihn verbrennt man nicht nur Kalorien, auch das Gefühl für den Körper verbessert sich.

Das Model Barbara Meier (28), seit einigen Jahren engagierte Läuferin, beschrieb den Prozess unlängst so: „Als Model habe ich essen lange Zeit nur als Kalorien gesehen“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Durch das tägliche Training habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt, was mein Körper braucht: gesundes Essen.“ Mit Ausdauersport (auch intensives Walken, Radfahren und Schwimmen bieten sich an) und einer Ernährung, in der gesunde Dinge (Obst, Gemüse, Fisch, wenig Fleisch) den Speiseplan dominieren, kann jede Frau ihre Figur-Ziele erreichen. Ist man sich unsicher, wie man beginnen soll, kann sich von Sportmedizinern beraten lassen, auch Krankenkassen bieten Programme an. Es kommt darauf an, dass man regelmäßig Sport treibt, dass er ein Teil des Lebens wird wie Essen und Schlafen.

Zum Schluss ein erfreulicher Erfahrungswert der Autorin dieser Zeilen: Anstrengend ist Sport nur am Anfang, sobald man sich an ihn gewöhnt und ihn ins Leben integriert hat, macht er vor allem Spaß und trägt nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Entspannung bei. Und das Beste: Man muss nie wieder „hangry“ sein, um in Form zu bleiben.

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