
Zähneknirschen: Das hilft bei Zähne knirschen
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Zähneknirschen: Zehnfache Kraft als beim Kauen
Als Stefanie Dröger (28) ihren Mund nicht mehr weit genug öffnen konnte, um in ihr Brötchen zu beißen, wurde ihr klar, dass irgendetwas mit ihrem Kiefer nicht stimmte. Ihr Freund hatte sie schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass sie nachts mit den Zähnen knirschte. Außerdem biss sie auch nachts fest ihre Zähne zusammen. Sie litt zudem schon länger unter starken Verspannungen im Nacken. Das hatte sie stets ignoriert.
Zähne zusammenbeißen und durch - nach diesem Motto handeln viele, wenn es um unangenehme Situationen geht: um Stress im Job, Ärger mit der Familie oder Freunden. Doch das tut uns und vor allem unseren Zähnen gar nicht gut.
Nach Angaben der Bundeszahnärztekammer leidet jeder Zweite in seinem Leben zumindestens zeitweise unter dem nächtlichen Zähneknirschen oder dem festen Zusammenbeißen der Zähne. In der Fachsprache heißt das Bruxismus. Jeder Fünfte zeigt Symptome einer Funktionsstörung der Kieferbewegung als Folge des Bruxismus.
Nicole leidet unter unerklärlichen Rückenschmerzen. Ihre Zahnärztin gibt ihr den entscheidenden Hinweis, dass unerkanntes Zähneknirschen die Ursache für ihr Rückenleiden sein kann.
Zähneknirschen führt zu Verspannungen
Der Druck auf die Zähne kann 480 Kilogramm pro Quadratzentimeter betragen. "Man darf davon ausgehen, dass bei exzessivem Bruxismus die acht- bis zehnfache Kraft ausgeübt wird, die nochmalerweise für die Wahrnehmung der Kaufunktion erforderlich ist", sagte Dr. Anne Wolowski Oberärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde in Münster im Gespräch mit Frauenzimmer.de. Sie behandelt in der sogenannten 'Knirschersprechstunde' neben den 'normalen' Knirschern auch besonders "schwierige Patientenfälle".
Bei diesen Kräften, die dort walten, ist es kein Wunder, dass Zähneknirschen unschöne Folgen haben kann: Es kann zu Schmelzrissen und sogar Brüchen in der sogenannten Zahnhartsubstanz kommen. Außerdem geht oft das Zahnfleisch zurück und die Kieferknochen werden belastet. Langfristig leiden Zähneknirscher unter Muskelverspannungen, sogar bis in die Muskulatur der Wirbelsäule.











