Zwischenblutung: Ursachen der Schmierblutung

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Zwischenblutung: Harmlos oder gefährlich?

Auch wenn der Zyklus der Frau normalerweise regelmäßig ist, hat fast jede Frau sie schon einmal erlebt: die Zwischenblutung (Metrorrhagie). Sie ist eine unangenehme Überraschung, die meist ohne Vorwarnung neben dem üblichen Monatszyklus auftritt und zu peinlichen Situationen führen kann. Meist dauert diese Schmierblutung nur wenige Tage. Sie kann aber auch bis zu zwei Wochen und länger anhalten - dann sprechen Frauenärzte von der Menometrorrhagie.

Von Daniele Erdorf

"Viele Frauen sind beunruhigt, wenn es zu azyklischen Blutungen kommt",  so der Gynäkologe Walter Dolff, der dies immer wieder in seiner Essener Praxis beobachtet. "Und das nicht selten zu Recht", erläutert der Frauenarzt weiter, "vor allem, wenn die Zwischenblutung mit starken Schmerzen versehen ist, häufiger vorkommt oder über einen längeren Zeitraum andauert." Eine Abklärung ist immer sinnvoll, da neben harmlosen auch gefährliche Ursachen in Frage kommen. Besondere Vorsicht ist bei Zwischenblutungen in der Schwangerschaft geboten, dann sollte sofort der Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden.

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Ursachen der Schmierblutung

Die Ursachen für Zwischenblutungen können sehr unterschiedlich sein. Meist werden sie durch hormonelle Störungen verursacht. "Das kommt in der Pubertät und in den Wechseljahren besonders häufig vor und lässt sich sehr gut über Hormon-Präparate regulieren", so Dolff. Aber auch während der Einnahme der Antibaby-Pille oder anderer Hormontabletten kann es zu Zwischenblutungen kommen. Meist stimmt dann die individuelle Dosierung von Östrogenen oder Gestagenen nicht. Vor allem bei den so genannten "Minipillen" lässt sich dies immer wieder beobachten.

Für Frauen, die auf Hormonpräparate verzichten wollen, hat Gynäkologe Dolff noch einen Tipp aus der Naturheilkunde: "Mönchspfeffer wirkt ausgleichend auf Hormonspiegel und Zyklusgeschehen. Das Kraut gibt es inzwischen als Tablette in jeder Apotheke und hilft azyklischen Blutungen vorzubeugen." 

Ein weitere harmlose Art der Zwischenblutung sind die so genannten spottings. Dabei handelt es sich um minimale Blutungen zur Zeit des Eisprungs. Auch ein verletztes Gefäß in der Vagina - beispielsweise durch Geschlechtsverkehr - kann Blutungen verursachen. Diese klingen aber meist schnell wieder ab.

Außerdem können Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose), Polypen oder gutartige Gebärmuttergeschwulste (Myome) mit Blutungen einhergehen. "Hier müssen in jedem Fall die Grunderkrankungen diagnostiziert und therapiert werden, um weitere Zwischenblutungen zu verhindern", so Gynäkologe Walter Dolff. Trotz regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen können Zwischenblutungen auch ein Anzeichen für gefährliche Krebsgeschwülste (Karzinome) sein. Dolff: "Sicherlich müssen Frauen nicht direkt zum Arzt, wenn es ausnahmsweise mal zu einer azyklischen Blutung kommt. Geschieht dies aber zwei oder drei mal kurz hintereinander oder im Verlauf mehrerer Monatszyklen, sollte die Ursache unbedingt abgeklärt werden."

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