Blinde Frauen ertasten Brustkrebs

Blinde Frauen ertasten Brustkrebs

Brustkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen bei Frauen.
Bildquelle: Discovering Hands

Eine Revolution in der Brustkrebserkennung

Zarte Hände tasten sich Millimeter für Millimeter über die Brust der Patientin. Marie Luise Voll lächelt, während ihre Augen ins Leere starren. Sie ist blind - und trotzdem kann sie mehr sehen als mancher Arzt. Marie Luise Voll arbeitet in der Krebsvorsorge. Ihr Job ist neu und auf dem Weg die gesamte Republik zu erobern.

Von Susanne Wächter
 
Trotz größter Vorsorge gehört Brustkrebs noch immer zu den häufigsten Tumorerkrankungen bei Frauen. Der Duisburger Gynäkologe Frank Hoffmann hatte deshalb eine Idee, die nun bundesweit Schule machen wird.
 
Seine These: Blinde Frauen können mehr sehen als Ärzte. Und er hatte Recht. Blinde haben häufig einen besseren Tastsinn als Sehende. Eine Gabe, die sie in der Brustkrebsfrüherkennung gut einsetzen können. Denn sie finden Knoten in der Brust, die bei der klassischen Vorsorgeuntersuchung unentdeckt blieben. Manche sind erst drei oder vier Millimeter groß. Klein genug, um rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können.

Schmerzen in der Brust

Ursula Jurzik (55) hat die ganze Nacht kein Auge zugemacht. "Ich hatte Schmerzen von der linken Achselhöhle bis zur Brust." Sie ließ sich einen Termin in der Praxis von Dr. Hoffmann geben. Marie Luise Voll untersuchte sie. Gute 20 bis 25 Minuten nimmt sie sich Zeit. Millimeter für Millimeter tastet sich die blinde Frau behutsam an der Brust entlang. Zuvor teilt sie den Oberkörper der Patientin mit Hilfe von Klebestreifen in Zonen ein. So kann sie sich auf dem Oberkörper orientieren und dem Arzt bei einem Fund die genaue Lage des Knotens erklären.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 50.000 Frauen neu an Brustkrebs, mehr als 15 000 sterben an den Folgen. Dabei könnten die Frauen geheilt werden, wenn die Knoten früh genug erkannt worden wären. "Die Tastuntersuchung der Brust spielt dabei eine zentrale Rolle", erklärt Frank Hoffmann, der geistige Vater des Projekts, das sich "discovering hands" (entdeckende Hände) nennt.

Weiterlesen: Der Arzt hat nur ein paar Minuten Zeit zum Tasten

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