
Metabolic Typing: Schlank mit Stoffwechsel-Diät
Bildquelle: deutsche presse agentur
Gesund abnehmen mit Metabolic Typing
Nein, Metabolic Typing ist nicht noch so eine Wunderdiät, die zehn Kilo weniger in drei Wochen verspricht. Es wird auch nicht versprochen, dass die Pfunde "fast wie von selbst" verschwinden. Ziel ist vielmehr eine komplette Ernährungsumstellung, mit dem schönen Nebeneffekt der Gewichtsreduktion.
Von Nora Hespers
Auf der Suche nach einem alltagstauglichen Ernährungskonzept, dass zum einen nicht das Blaue vom Himmel verspricht und zum anderen auf ausgewogener Ernährung basiert, wird nur fündig, wer sich auf eine intensive Suche macht. Metabolic Typing - was sich anhört wie ein Geheimtipp, ist aber in Wirklichkeit ein ausgeklügeltes Ernährungskonzept. Es beruht auf der Annahme, dass nicht jeder Mensch die gleichen Lebensmittel gleich gut verträgt.
Der Stoffwechsel als Motor
Jedes Nahrungsmittel wird, das kennt jeder aus zahlreichen Diäten, drei verschiedenen Nährstoffgruppen zugeordnet: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Aus diesen drei Stoffen gewinnt der Körper Energie. Wird zu viel Energie zugeführt, legt sich der Körper einen Vorrat für schlechte Zeiten an: Speckröllchen. Metabolic Typing geht davon aus, dass der menschliche Stoffwechsel individuell ist. Nicht jeder verträgt die gleichen Mengen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.
So wie nicht jeder Automotor mit Benzin läuft, sondern vielleicht besser mit Diesel oder Super. Zuviel vom falschen Kraftstoff macht dick und damit unter Umständen krank. Falsches Essen kann den Körper aber auch einfach nur weniger leistungsfähig machen. Nämlich genau dann, wenn er die Energie braucht, um das für ihn falsche Essen zu verarbeiten. Diese Stoffwechselenergie zieht er dann einfach der Leistungsenergie ab. An dem alten Sprichwort: "Voller Bauch studiert nicht gern." scheint also was dran.
Der Typisierungs-Test
Mit einem speziellen Testgerät kann ein geschulter Ernährungsberater bestimmen, zu welchem Stoffwechsel-Typ und zu welchem Drüsen-Typ die Testperson gehört. Dazu wird zunächst ein elektromagnetisches Armband am Unterarm angebracht. Dann werden zu verschiedenen Parametern Muskelreaktionen abgefragt, indem ein schwacher elektromagnetischer Impuls in den Arm gesendet wird. Je nach Impulsstärke reagiert der Armmuskel mit dem sogenannten Armlängenreflex – das heißt, der Muskel zieht sich entweder leicht zusammen oder entspannt sich. Damit ist der Arm, der auf den Impuls reagiert länger, bzw. kürzer als der andere Arm.
Überprüft wird der Armlängenreflex, indem die Arme mittig vor dem Körper zusammengeführt werden. Wenn die Daumen nicht mehr mittig vor dem Körper zusammenstoßen und sich stattdessen überkreuzen, hat der Armmuskel auf den Impuls reagiert. Soweit zumindest die Theorie. Die Interpretation hängt natürlich von der Sensitivität Ihres Gegenübers ab. Und auch von Natur aus unterschiedlich lange Arme müssen berücksichtigt werden. Das Gerät zur Messung wurde von Dr. Klaus-Dieter Holzrichter entwickelt, der diese Geräte im Zusammenhang mit einem entsprechenden Seminar vertreibt. Ob der Seminarteilnehmer das Erlernte auch richtig anwendet, wird nicht überprüft.











