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Diabetes Typ 1 – Die heimtückische Krankheit kann jeden treffen

Sie hat Diabetes Typ 1: Madeline Milzark macht ein Selfie.
Madeline Milzark zeigt, wie Diabetes wirklich aussieht.

Diabetes Typ 1 – Zu viel Zucker ist nicht der Grund!

Diabetes? Das haben doch nur alte Leute, die sich zu oft und zu viel mit ungesundem Essen vollstopfen - doch das entspricht NICHT der Wahrheit. Dieses klassische Diabetes-Vorurteil rührt von der schlichten Unwissenheit der Menschen über diese Autoimmunerkrankung. Madeline Milzark aus Missouri will die Menschen mit einem Facebook-Post für die Krankheit sensibilisieren.

Die 18-Jährige aus den USA sieht aus wie ein ganz normales Mädchen. Sie macht Selfies, wie ein ganz normales Mädchen und postet Beiträge auf Facebook wie ein ganz normales Mädchen – doch Madeline Milzark unterscheidet sich von ganz normalen Mädchen, denn sie hat Diabetes Typ I.

Typ I - heißt das, dass es etwa auch noch andere Typen von Diabetes gibt? Genau das bedeutet es. Und da Madeline Milzark am eigenen Leib oft erfährt, wie wenig die Leute über ihre Krankheit wissen, geschweige denn, dass es unterschiedliche Typen dieser Erkrankung gibt, hat sie eine wichtige Botschaft.

Sie versucht zu erklären, dass ihre Krankheit so rein gar nichts mit einem riesen McDonalds-Menü, mit der XXL Pommes oder mit zu viel Kuchen oder Schokolade zu tun hat. Die junge Frau beschreibt auf Facebook ganz genau, was Diabetes bedeutet und was die Krankheit ausmacht: “Diabetes ist ein 18-jähriges Mädchen, das auf seinem Badezimmerboden sitzt, zittert und nicht atmen kann, weil sein Blutzucker gefallen ist. Und das hofft, dass seine Großmutter das Telefon in ihrer Nähe hat und die Nachricht sieht, die es ihr geschickt hat, um ihm etwas Zuckerhaltiges zu bringen, denn es ist zu schwach zum Rufen und der ganze Raum dreht sich.“

Sie schreibt weiter, dass Diabetes auch eine 32-jährige Frau ist, die endlich die Nachricht bekommt, schwanger zu sein. Aber anstatt sich zu freuen, hat sie Todesängste, weil ihr Blutzucker bei all den Hormonen nicht normal bleiben kann und dass ihrem Baby vielleicht nicht gut tut, es vielleicht sogar tötet oder sogar sie selbst.

“Es ist die 3-Jährige, die nicht versteht, warum ihre Mutter sie jedes Mal, wenn sie etwas isst, mit einer Nadel sticht, ihren Bruder aber nicht. (…) Es ist ein 9-jähriger Junge, der draußen mit seinen Freunden spielt, und dann von einem Rettungswagen abgeholt wird, weil er bewusstlos geworden ist. Er hat nicht gemerkt, dass sein Blutzucker gesunken ist.“

Madeline Milzark erklärt eindringlich, dass Diabetes jeden treffen kann. Die Krankheit ist dann eine Mutter, ein Nachbar oder ein Cousin. Denn Diabetes ist eben nicht der krankhaft übergewichtige Mann, den man aus dem Fernsehen kennt. Die Krankheit ist nicht wählerisch, wen sie trifft. Es ist ihr egal ob du 2 Monate oder 73 Jahre alt bist, jeden Tag Pizza und Burger isst oder wie ein sportlicher Veganer lebst.

Die junge Frau schreibt selbstbewusst: “Ich bin Diabetes. Eine ganze Menge Leute, die täglich um ihr Leben kämpfen und beim Zubettgehen nicht wissen, ob sie am nächsten Tag aufwachen, sind Diabetes. Bevor du also das Foto deines riesigen Desserts mit dem Hashtag #Diabetes versiehst, denke daran, wie Diabetes wirklich aussieht.“

Diabetes Typ 1 und Typ 2 – Der Unterschied

Auf ein Krankheit aufmerksam machen, die viele Menschen ertragen müssen, denen wir es meistens gar nicht ansehen: Madeline Milzark macht mit ihrem Post deutlich, wie heimtückisch die Krankheit wirklich ist. Sie kann jeden treffen und man kann nichts dafür. Madeline Milzark macht außerdem klar, dass es unterschiedliche Arten von Diabetes gibt. Wenn der Körper nicht in der Lage ist, Insulin zu bilden, leiden die Menschen an Diabetes Typ I. Beim Diabetes Typ II steht dagegen zunächst nur ein Mangel an Insulin im Vordergrund. Die Körperzellen entwickeln dann eine Art Insulinresistenz.

Doch der größte Unterschied ist: Typ I Patienten werden ein Leben lang an der chronischen Stoffwechselkrankheit leiden. Sie müssen ihrem Körper mehrmals am Tag Insulin spritzen, damit sie überleben können. Menschen mit einer Diabetes Typ II Diagnose können hingegen schon mit deiner Veränderung ihres Lebensstils Behandlungserfolge erzielen.

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