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Diabetes: Symptome und Ursachen der Zuckerkrankheit

Diabetes: Zwei Millionen wissen nicht, dass sie krank sind
Diabetes: Zwei Millionen wissen nicht, dass sie krank sind Dr. Christoph Specht erklärt die Krankheit 00:02:27
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Diabetes-Symptome sind Durst und Heißhunger

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die unter anderem durch einen Mangel an Insulin ausgelöst wird.

Diabetes: Symptome und Ursachen der Zuckerkrankheit
So bemerken Sie die Zuckerkrankheit © dpa, Jens Kalaene

Inzwischen ist in der Fachsprache die Bezeichnung 'Diabetes' ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen des Stoffwechsels, deren Leitbefund eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist. Ursache ist entweder der oben erwähnte Insulinmangel, eine Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz) oder beides. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Diabetestypen, die jedoch verbindende Gemeinsamkeiten aufweisen.

Die Betroffenen leiden unter starkem Durst, vermehrtem Wasser lassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit. Durch extrem hohe oder extrem niedrige Blutzuckerspiegel kann es zu lebensbedrohlichen Situationen mit Bewusstlosigkeit kommen.

Diabetes Typ I und II - Ursachen sind verschieden

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Diabetes. Bei der selteneren Diabetes vom Typ I liegt eine Abwehrreaktion auf die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vor. Sie werden vom Körper zerstört. Diese Form von Diabetes tritt meist vor dem 40. Lebensjahr mit stark ausgeprägten Symptomen auf.

Beim Diabetes Typ II wird zu wenig Insulin gebildet oder die Zellen reagieren nicht mehr richtig auf Insulin. Diabetes Typ II tritt im Alter auf und wird oftmals spät entdeckt, da die typischen Symptome anfangs nur in leichter Form auftreten.

Insulin ist ein Hormon, dessen Hauptaufgabe darin besteht, zusammen mit seinem Gegenspieler Glukagon den Blutzuckerspiegel in engen Grenzen konstant zu halten. Insulin wirkt dabei wie ein Türöffner für Glukose: Unter seinem Einfluss können die Zellen Glukose aus dem Blut aufnehmen und als Energiequelle nutzen. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Ein Mangel äußert sich als Diabetes mellitus.

Das Hormon Glukagon wird in der Bauchspeicheldrüse als Gegenspieler des Insulins gebildet. Es bewirkt eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels, wenn dieser zu stark abfällt. Unter dem Einfluss von Glukagon werden die Zuckerdepots der Leber freigesetzt. Im Notfall, d. h. bei schwerer Unterzuckerung, kann eine Glukagonspritze Diabetiker vor Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen bewahren.

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