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DGE: Diese Ernährungsregeln sind veraltet

Mythos Salz - doch kein Gesundheitskiller?
Mythos Salz - doch kein Gesundheitskiller? Ernährungsregeln im Check! 00:04:20
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DGE–Regeln überholt? Darauf sollten Sie bei der Ernährung wirklich achten!

Einige Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind inzwischen veraltet. Demnach sollten Sie zum Beispiel weniger Stärkeprodukte wie Kartoffeln essen, als bisher empfohlen. Auch der als gesund geltende Fisch sollte nicht zu oft gegessen werden. Fett hingegen ist ok - WENN es sich vorrangig um ungesättigte Fettsäuren handelt. Die DGE-Regeln sind bisher unter anderem für Kantinen, Heime und Kindergärten richtungsweisend.

Bereits seit 1956 stellt die DGE die 10 Regeln für eine gesunde Ernährung auf. Doch wie zeitgemäß sind diese Regeln heute noch? Wir decken die größten Irrtümer auf und klären, was auch heute noch zutrifft und was längst überholt ist.

Die erste Regel besagt: Lebensmittelvielfalt ist wichtig. Das stimmt auch heute noch. Es ist wichtig sich abwechslungsreich zu ernähren, da wir unserem Körper nur so alle wichtigen Vitamine und Ballaststoffe geben können.

Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln, so wie es die zweite Regel besagt, müssen es allerdings nicht sein.

Regel drei besagt: Nimm “5 am Tag“: Fünf Portionen Obst und Gemüse soll man nach der Empfehlung der DGE täglich zu sich nehmen. Diese Regel ist überholt! Denn in manchem Obst steckt besonders viel Fruchtzucker und der ist für unseren Körper auch nicht besser als normaler Haushaltszucker.

Täglich Milchprodukte und Fleisch in Maßen. Dieser Leitsatz passt. Fleisch ist vor allem deshalb wichtig, da es unserem Körper Mineralstoffe und B-Vitamine liefert.

Allerdings ist die Regel fünf - wenig Fett - so nicht mehr richtig. Es kommt auf die speziellen Fettsäuren an, die wir zu uns nehmen. Pflanzliche und ungesättigte Fette sind für unseren Körper besser als gesättigte Fettsäuren. Denn letztere erhöhen das Risiko für Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Diese Regeln sind veraltet

Der wohl größte Mythos enthält die sechste Regel der DGE. Es wird zur seltenen Aufnahme von Zucker und Salz geraten. Im Hinblick auf eine gesunde Ernährung ist wenig Zucker für den Körper sicherlich gut. Dennoch muss bei einem normalen Lebenswandel, wenn wir uns regelmäßig bewegen und ausgewogen ernähren, nicht explizit auf den Salzkonsum geachtet werden. Der 'schwarze Peter', den Salz häufig zugeschoben bekommt, ist also nicht gerechtfertigt.

Hingegen trifft die folgende Regel auch heute noch zu: Viel trinken ist wichtig! Oft wird von zwei oder sogar drei Litern am Tag gesprochen, doch hier ist die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - 1,5 Liter am Tag - vollkommen ausreichend.

Die letzten drei Regeln der DGE zielen auf eine schonende Zubereitung und den bewussten Umgang mit den Lebensmitteln ab. Zusätzlich steht regelmäßige Bewegung auf dem Plan. Daran ist natürlich nichts auszusetzen.

Veraltet sind also folgende Ernährungsregeln:

1) Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln essen - dass muss nicht sein. Die Mischung macht’s!

2) “Nimm 5 am Tag“ – diese Regel ist nach heutigem Stand der Wissenschaft so nicht mehr zutreffend. Für Gemüse gilt sie zwar immer noch, doch auch Obst enthält Zucker und der ist nur in Maßen für uns gut.

3) Wenig Fett – es kommt viel mehr auf die richtigen Fette an und nicht so sehr auf die Menge.

4) Wenig Salz – wer sich ausgewogen ernährt und regelmäßig Sport treibt, muss sich im Salzkonsum nicht einschränken.

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