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Der Schöpfer von Smoky Barrett

Der Erfolgsautor Cody Mcfadyen
Cody Mcfadyen lebt in Kalifornien

Cody Mcfadyen

Cody Mcfadyen, geboren 1968, unternahm als junger Mann mehrere Weltreisen und arbeitete danach in den unterschiedlichsten Branchen. Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt mit seiner Familie in Kalifornien. "Die Blutlinie" war sein erster Roman und sorgte weltweit für großes Aufsehen. Mit "Der Todeskünstler" hat er die außergewöhnliche Thriller-Reihe um Smoky Barrett fortgesetzt. "Das Böse in uns" ist sein dritter Roman mit der Protagonistin, der vierte Roman um Smoky Barrett "Ausgelöscht" erschien im März 2010.

Mein Name: Cody Mcfadyen

Kindheitstraum: In der Welt etwas bewirken.

Lieblingsbuch in der Kindheit: Gleichstand zwischen „Der Schwan mit der Trompete“ und „Der Hobbit“.

Lieblingsbuch heute: Ich habe viele Lieblingsbücher, und sie wechseln oft, während ich lese. Zu meinen gegenwärtigen Lieblingsautoren gehören John Connolly, Cormac McCarthy, Tess Gerritsen und Stephen King.

Lieblingslied: Mir fällt es schwer, nur ein Lieblingslied zu nennen. Ich höre alles von klassischer Musik bis zu Rock ’n’ Roll. Bob Dylans Musik wird in meinem Herzen immer einen Ehrenplatz einnehmen. Und ich könnte Ähnliches über AC/DC, Led Zeppelin oder Bach sagen.

So entspanne ich: Beim Lesen, Filmesehen oder Gitarrespielen. Spazierengehen macht mir Spaß, und ich genieße die Stille am Morgen vor der ersten Tasse Kaffee.

Worauf ich stolz bin: Ich bin stolz darauf, ein guter Vater zu sein. Kein großartiger Vater, aber ein guter. Ich bin stolz darauf, als Autor veröffentlicht zu werden. Wenn einmal der Tag kommt, an dem niemand mehr lesen möchte, was ich schreibe, bin ich dann noch immer stolz, dass es geschehen ist.

Größte Herausforderung: Meine eigenen Erwartungen zu erfüllen.

Cody Mcfadyen: Steckbrief, Teil 2

Perfekter Tag: Ich glaube nicht an perfekte Tage. Ich glaube, wenn wir ständig nach Perfektion streben, verlernen wir es, den Moment zu genießen und verpassen viele wunderbare Dinge in unserem Leben. Ich glaube an großartige Tage. Für mich ist es ein großartiger Tag, wenn ich genug Schlaf bekommen und ein paar gute Seiten geschrieben habe, ein guter Ehemann, Sohn, Bruder und Vater gewesen bin und dann mit einem vollen Bauch unter einem Dach, das den Regen abhält, zu Bett gehen kann.

Erster Job: Als Junge habe ich in meinem Viertel Postwurfsendungen ausgetragen. Im Jahr zuvor hatte mich ein Hund gebissen, und ich hatte insgeheim schreckliche Angst, mich fremden Häusern zu nähern. Ich war aber zu stolz, um das zuzugeben, und deshalb warf ich am Ende die Wurfsendungen alle in den Müll und behauptete nur, sie ausgetragen zu haben. Mein Vater erfuhr davon. Er brachte mich dazu, meiner Furcht ins Auge zu sehen, und ich musste sämtliche Wurfsendungen noch einmal kostenlos austragen. Die Sache ist nun, dass er dabei nie wütend auf mich war. Er ließ sich zwar von seinem Standpunkt nicht abbringen, aber er blieb freundlich. Zwar ließ er nicht zu, dass ich feige war, aber er hat meine Angst auch nie ins Lächerliche gezogen. Das habe ich niemals vergessen.

Laster: Ich habe eine starke Arbeitsethik, aber insgeheim bin ich schamlos faul. Wenn alle Arbeit getan ist und ich weiß, dass niemand den Preis für meine Untätigkeit zahlen muss, dann kann ich ohne auch nur das geringste Schuldgefühl den ganzen Tag lang auf dem Sofa vor mich hinratzen. Meine Hunde teilen dieses Laster, und wir haben schon viele Nachmittage miteinander vergeudet und absolut nichts getan.

Lieblingsfilm: Ich mag Filme ganz allgemein und setze meine Erwartungen gern sehr niedrig an. Ich weiß große Regiekunst zu schätzen, aber ich habe auch nichts gegen einen Ballerfilm ohne große Handlung. Ich finde, ein exquisites Filet mignon kann man ohnehin nicht mit einem Hamburger vergleichen – wieso also solch einen Vergleich bei Filmen anstellen? Man sollte beides genießen, aus unterschiedlichen Gründen.

Die Person, die ich am meisten bewundere: Meine Mutter und mein Vater. Sie sind mit ihren beiden widerspenstigen Söhnen unglaublich geduldig umgegangen, und wir haben niemals bezweifelt, dass sie uns liebten.

Inspiration: Meine Familie. Ich bin von Menschen umgeben, die mich lieben und unterstützen, ohne zu fragen, wo ich im Leben stehe. Sie sind stolz, dass ich Schriftsteller bin, aber sie würden mich genauso lieben, wenn ich ein ganz durchschnittlicher Kerl wäre. Meine Frau, meine Mutter, mein Vater, mein Bruder – sie bemessen meinen Erfolg nach der Frage, ob ich glücklich bin. Davon werde ich jeden Tag neu inspiriert.

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