Der kleine Josh ist sterbenskrank: Warum ein Pharmaunternehmen ihm die Medizin verweigert

Pharmaunternehmen will Josh Medikament nicht geben

Josh ist ein tapferer Junge, erst sieben Jahre alt und doch ein erfahrener Kämpfer. Denn seitdem Josh neun Monate alt ist, kämpft er gegen den Krebs. Dreimal schon hat er ihn besiegt. Doch nach einer Knochenmarktransplantation fällt Josh erst ins Koma und erkrankt dann an einem gefährlichen Virus. Seine einzige Hoffnung: Ein Medikament, das sich noch in der Testphase befindet. Und weil das Unternehmen es Josh nicht geben möchte, bricht ein regelrechter Shitstorm gegen den Pharmakonzern aus.

Josh erhält jetzt doch noch das Medikament.
Josh erhält jetzt doch noch das Medikament Bricidofovir. Seine Eltern stehen am Krankenbett und hoffen, dass der Virus erfolgreich bekämpft werden kann.

Joshs Mutter Aimee Hardy leidet mit ihrem Jungen, mehr als jemals zuvor: "Es bricht mir das Herz, ihn so zu sehen. Er kann sich nicht hinsetzen und ihm ist leider völlig klar, dass er sterben könnte." Josh liegt im St. Jude Children's Research Hospital in Memphis. Seine Familie ist immer an seiner Seite. Angst hat sie um Josh schon immer gehabt. Aber erstmals ist sie auch richtig wütend.

Denn Josh helfen kann laut den Ärzten nur ein einziges Medikament. Das befindet sich allerdings noch in einer Testphase. Der Pharmakonzern befürchtet: Das Medikament könnte sich nicht etablieren, sollte es Josh nicht helfen können. "Unser Sohn wird ohne das Medikament sterben", sagt Todd Hardy, Joshs Vater. Er fleht den Konzern sogar an, es Josh zu geben – ohne Erfolg. Und weil die Familie in ihrer Verzweiflung den Fall auf der Facebookseite #Savejosh öffentlich gemacht hat, hat der Pharmakonzern den Zorn der Menschen zu spüren bekommen. Massenweise werden Tweets verschickt, viele Menschen lassen in Kommentaren ihre Wut raus – das Unternehmen gerät immer mehr unter Druck.

Und tatsächlich: Der Pharmakonzern steht mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn es gute Gründe hat, das Medikament noch nicht freizugeben - es ist Joshs letzte Hoffnung. Das Unternehmen gibt nach. Josh wird in einer Testreihe als eine von 19 Personen aufgenommen. Joshs Eltern sind dem Unternehmen dankbar, sie kennen das Risiko. "Bitte betet, dass das Medikament anschlägt und den Virus bekämpft", lautet ihr letzter Facebook-Eintrag.

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