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Der Chef als Facebook-Freund: Facebook-Freundschaft mit dem Boss?

Wenn der Chef dir eine Freundschaftsanfrage bei Facebook schickt

Als Freund hinzufügen oder lieber nicht? Eine Frage, die man sich in den sozialen Netzwerken besonders dann stellt, wenn die Freundschaftsanfrage vom Chef kommt. Einer Umfrage zufolge sind nur fünf Prozent der Facebook-Nutzer dort mit ihrem Boss befreundet. Und: Mehr als die Hälfte würden eine entsprechende Anfrage ablehnen. Aber spricht tatsächlich so viel gegen den Chef als Facebook-Freund?

Chef als Facebook-Freund
Wenn man bei Facebook mit dem Chef befreundet ist, muss man genau darauf, was man von sich preisgibt. © picture alliance / dpa Themendie, Franziska Koark

Fotos aus dem Urlaub oder von der letzten Party - viele Deutsche teilen sich und ihr Privatleben gerne in sozialen Netzwerken mit. Doch der Spaß am öffentlichen Posten und endet spätestens dann, wenn der Chef mitliest.

Dass eine Facebook-Freundschaft mit dem Chef sehr negative Folgen haben kann, hat beispielsweise Facebook-Nutzer Daniel Fandrich erleben müssen: Obwohl er wegen Bandscheibenproblemen krankgeschrieben war, postete er auf Facebook ein Foto von seiner Hochzeit, auf dem er seine Frau trägt. Für seinen Arbeitgeber ein Kündigungsgrund.

Die Freundschaftsanfrage eines Vorgesetzten sollte also gut überlegt sein - wenngleich nicht unbedingt etwas gegen den Chef als Online-Freund spricht, sagen Experten. "Wir müssen uns immer fragen: Will ich das der Chef das weiß? Einerseits schafft es Vertrauen, wenn ich etwas Privates von mir preisgebe. Der Chef muss dies jedoch auch tun. Das heißt es ist immer die Frage, ob es eine Waage gibt, die ausbalanciert ist", so Arbeitspsychologe Joachim E. Lask.

Den Chef als Facebook-Freund zu haben, muss sich also nicht zwingend negativ auswirken. Ob man jetzt Beruf und Privatleben trennt oder nicht: Über die Konsequenzen, die ein Foto oder ein Facebook-Post haben könnte, sollte man sich ohnehin rechtzeitig Gedanken machen.

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