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Deodorant vs. Antitranspirant – Was hilft besser gegen Schweiß?

Bild: Deodorant vs. Antitranspirant – Was hilft besser gegen Schweiß?
Schweiß unter den Achseln kann unangenehm sein. © Getty Images, Urilux

Was ist der Unterschied?

Fast jeder benutzt bei der täglichen Morgenroutine sein Deodorant. Doch warum gibt es eigentlich Deodorant und Antitranspirant? Was ist der Unterschied und wann sollte man was verwenden? Wir haben diese Fragen geklärt und noch einige Tipps, wie Sie eine optimale Deo-Wirkung erzielen.

Warum riecht Schweiß?

Bevor wir Ihnen mehr über die Unterschiede der Produkte erklären, ist es erstmal wichtig zu wissen, weshalb Schweiß überhaupt riecht. Morgens, nach dem Duschen und anschließender Haarpflege mit Haaröl, riecht man selten nach Schweiß. Das hat den Grund, dass frischer Schweiß an sich geruchslos ist. Denn Schweiß besteht aus Wasser und Stoffwechselprodukten, wie Aminosäuren und Fettsäuren. Erst Bakterien, die diese Säuren zersetzen, sorgen für einen unangenehmen Geruch.

Was ist der Unterschied zwischen Deodorant und Antitranspirant?

Das Deodorant beinhaltet Duftstoffe, die unangenehme Gerüche überdecken. Die antibakteriellen Inhaltsstoffe wirken aber auch gegen Bakterien und verhindern so, dass der Schweiß zu riechen beginnt und die Bakterien sich weiter vermehren können. Deodorants haben aber keinen Einfluss auf die Schweißproduktion.


Das Antitranspirant beinhaltet Aluminiumsalze, die aber in der Diskussion sind, da man unsicher ist, ob sie nicht in Verbindung mit der Entstehung von Brustkrebs stehen. Die Aluminiumverbindungen im Antitranspirant verengen die Poren der Haut und können so die Schweißproduktion um bis zu 50 Prozent vermindern.

Zeitpunkt des Auftragens

Der Unterschied liegt aber auch beim Zeitpunkt, wann man die Helfer benutzt. Egal, was man verwendet, grundsätzlich sollte die Haut gereinigt und auch trocken sein.

Ein Deodorant kommt dann am besten morgens nach dem Duschen zum Einsatz, solange man unter den Achseln noch keinen Schweiß produziert hat.

Das Antitranspirant sollte man abends vor dem Schlafen gehen auf die gereinigte Haut auftragen, da die Aluminiumsalze einige Stunden brauchen, um ihre Wirkung zu entfalten. Über Nacht schließen sich so die Schweiß-Poren und tagsüber wird die Schweißproduktion reduziert. Zudem ist es nicht nötig, es täglich zu verwenden. Die Wirkung wird auch durch das morgendliche Duschen nicht beeinträchtigt. Der Vorteil: Das Auftragen am Abend kann auch gegen nächtliches Schwitzen helfen.

Im Allgemeinen sollten Sie keines der Produkte direkt nach der Achselrasur auftragen, da es sonst durch den enthaltenen Alkohol zu Hautirritationen, wie brennende Schmerzen, Hautrötungen und Hautausschlag kommen kann.

Je nachdem, ob Sie die Schweißproduktion weitestgehend unterbinden oder nur unangenehme Gerüche im Alltag überdecken möchten, können Sie sich zwischen einem Antitranspirant und einem Deodorant entscheiden.

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