Demi Moore in der Klinik: Leiden Frauen anders unter einer Trennung?

Demi Moore in Klinik
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Hat Demi Moore das "Broken Heart Syndrom"?

Demi Moore leidet. Ashton Kutcher feiert. Angeblich soll er sich nach wie vor in Brasilien aufhalten. Seine Ex-Frau hingegen musste in der Nacht zum Dienstag in ein Krankenhaus eingeliefert werden. „Sie ist völlig erschöpft und möchte sich in der Obhut von Ärzten erst einmal gesund pflegen lassen“, sagte ein Sprecher Moores. Die 49jährige Schauspielerin muss sich einer Zwangspause unterziehen, hat inzwischen sogar ihre Mitwirkung an dem Film „Lovelace“ abgesagt. Eigentlich sollte sie dort die Feministin Gloria Steinem darstellen. Stattdessen muss sie sich nun erst einmal einem einzigen Menschen voll und ganz widmen: Sich selbst. Denn Moore scheint körperlich und seelisch am Ende zu sein, die Trennung von Kutcher scheint auf erschreckende Weise an ihrem Selbstvertrauen zu nagen. Leiden Frauen anders unter einer Trennung als Männer?

Von Ursula Willimsky

Äußerlich ist das an einem dramatischen Gewichtsverlust zu erkennen. Zudem ging die dreifache Mutter auch öffentlich sehr hart mit sich selbst ins Gericht. So sagte sie dem Magazin ‚Harper´s Bazaar‘: Ich würde sagen, was mir wirklich Angst macht, ist, dass ich am Ende meines Lebens herausfinden werde, dass ich überhaupt nicht liebenswert bin, dass ich es nicht wert bin, geliebt zu werden. Dass da etwas ganz grundsätzlich falsch mit mir ist, dass ich von Anfang an nicht gewollt war." Dennoch blicke sie mutig in die Zukunft, und wolle versuchen, „nicht mehr davon abhängig zu sein, was Andere denken“.

Die angebliche Affäre ihres Mannes mit einem Model, die anschließende Trennung scheinen traumatische Erlebnisse für Moore gewesen zu sein. Was nun der tatsächliche, konkrete Auslöser für ihren Zusammenbruch war, ist allerdings unklar. Manche Internetdienste kolportieren, Moore habe Drogen genommen, manche spekulieren über einen Medikamentenmissbrauch. Andere Medien mutmaßen dagegen schon länger, Moore leide unter dem sogenannten ‚Broken Heart Syndrom‘. Ihr sprichwörtlich gebrochenes Herz könnte sie krank gemacht haben - bis hin zum Zusammenbruch.

Das "Broken Heart Syndrom" ähnelt in den Symptomen einem Herzinfarkt. Charakteristisch seien unter anderem heftige Brustschmerzen und Lufnot. Ausgelöst wird es laut ‚Wikipedia‘ durch „außerordentliche emotionale oder körperliche Belastungen“. Der Tod eines Angehörigen kann ein solcher Auslöser sein, ein Unfall, das Miterleben einer Katastrophe, Verlust der materiellen Existenz - und die Trennung vom Partner. Die dabei erlittene seelische Verletzung oder Kränkung kann krank machen, manchmal mit lebensbedrohlichem Verlauf.

Ob Moore nun tatsächlich am ‚Broken Heart Syndrom‘ leidet oder ihr Zusammenbruch andere körperlich oder seelische Ursachen hat, müssen ihre Ärzte beurteilen. Auf die 49-Jährige kommt nun wohl auf jeden Fall eine Zeit zu, in der sie sich wieder stabilisieren muss und in der sie lernen muss, mit dem Scheitern ihrer dritten Ehe umzugehen.

Liebeskummer ähnelt Depressionen

Denn dass Liebekummer nicht nur eine banale Backfisch- Sache ist, die mit einer Extradosis Lieblingsschokolade und zwei, drei guten Gesprächen wieder vom Tisch ist, scheint inzwischen klar. Die Universität Tübingen zum Beispiel fand heraus, dass Liebekummer sogar im Gehirn Spuren hinterlassen kann, wie es sonst nur bei einer Depression bekannt ist. Ein italienisches Forscherteam entdeckte zudem, dass bei Frauen in etwa zehnmal größerer Gehirnareal von Liebeskummer betroffen sei, als bei Männern.

Trotzdem ist umstritten, ob nun Frauen oder Männer stärker unter Liebeskummer leiden. Aber sie gehen meist unterschiedlich damit um. Frauen sagen Experten häufig nach, dass sie mehr Zeit brauchen, um mit dem Verlust umzugehen und um ihre Trauer zu verarbeiten. Dafür gelten sie als kommunikativer. Männer hingegen stehen in dem Ruf, den Liebeskummer öfter mit sich selbst auszutragen. Oder sich häufig schnell die nächste Partnerin zu suchen. Die Flucht in ein anderes Bett kann für ein angeknackstes Ego einen gewissen Push bedeuten.

Ob und wie der einzelne mit dem Scheitern einer Beziehung umgeht, ist natürlich nicht nur eine Frage des Geschlechts, sondern auch des Typs. Demi Moore zumindest scheint alleine nicht mit der Bewältigung der Trennung zurecht zukommen. Sie musste sich nun professionelle Hilfe sich, um ihre Erschöpfung behandeln zu lassen und ihre allgemeine Gesundheit zu verbessern.

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