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Demenzformen: Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?

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Singen gegen Demenz? Gute Idee! Neue Herausforderungen halten das Gehirn fit 00:00:31
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Demenz ist in unserer Gesellschaft ein immer größeres Thema. Welche Demenzfomen sollte man kennen?

Der Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer ist vielen nicht klar. Wir erklären, welche Demenzformen es gibt. Und zwar auf verständliche Weise.

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Demenz: Viele Menschen büßen im fortgeschrittenen Alter einen Teil Ihrer Erinnerungen und geistigen Fähigkeiten ein. Welche Demenzformen gibt es?
Es gibt einige Demenzformen. Eine der bekanntesten Krankheitsbilder der Demenz ist Alzheimer. © picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Tuomas Marttila

Demenz ist der Oberbegriff für sämtliche Krankheitsbilder, die sich durch einen Verlust der kognitiven Fähigkeiten wie Denken, Erinnern und Orientierung auszeichnen. Menschen, die an Demenz leiden, sind im fortgeschrittenen Krankheitsstadium nicht mehr dazu in der Lage, ihr Leben eigenständig und selbstbestimmt zu führen.

In Deutschland leiden etwa 1,2 Millionen Menschen an einer Demenz. Die Tendenz ist steigend, da das Risiko für eine Demenzerkrankung mit dem Alter steigt und die Deutschen immer älter werden. In der Altersgruppe 60 bis 69 Jahren leidet jeder Zwanzigste an einer Demenz. In der Altersklasse 80 bis 90 ist bereits jeder Dritte betroffen. Glaubt man Experten-Prognosen, so sind im Jahr 2030 etwa 2,5 Millionen Menschen in Deutschland von einer Demenzerkrankung betroffen.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz

Eine Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit oder Alzheimer-Demenz. Daneben gibt es beispielsweise noch die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, oder die Frontotemporale Demenz.

Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Etwa 60 Prozent aller Demenzerkrankungen beruhen auf der Alzheimer-Demenz. Bei der Alzheimer-Krankheit sterben Gehirnzellen ab und das Hirn schrumpft folglich. Ursache dafür sind Eiweiß-Spaltprodukte, sogenannte Amyloide, die sich im Gehirn ablagern und dadurch die

Reizübertragung zwischen den Nervenzellen stören.

Ohne diese Reizübertragung ist ein Funktionieren des Gehirns langfristig nicht mehr möglich. So büßen Betroffene immer mehr ihrer Gedächtnisleistung und Orientierung ein, bis sie schließlich nicht mehr in der Lage sind, Dinge und Menschen zu erkennen oder zu benennen.