Demenz-Therapie: Die beste Behandlung von Alzheimer & Co.

20.09.13 12:11
Was bei Alzheimer und Co wirklich und am besten hilft
Bildquelle: dpa bildfunk
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Demenz-Therapie: Was bei Alzheimer am besten hilft

Eines vorweg: Demenz ist nicht heilbar – noch nicht. Aber durch die richtigen Medikamente, die durch eine Demenz-Therapie unterstützt werden, und eine leichte Umstellung der Ernährung, verbessert die Lebensqualität Betroffener.

Wichtig ist, dass so früh wie möglich mit der Behandlung begonnen wird. Je mehr Nervenbahnen im Gehirn noch intakt sind, desto länger kann die Demenz verzögert werden. Eingesetzt werden Antidementiva. Diese medikamentöse Therapie hilft dem Demenz-Kranken und somit wird auch die Pflege erleichtert.

Für die Verbesserung des Erinnerungsvermögens und der Denkleistung sind in Deutschland Antidementiva wie Acetylcholinesterase- Hemmer zugelassen. Diese Substanzen werden vom Arzt verordnet. Die Krankenkassen erstatten die Kosten.

Wirkstoff Galantamin, ein Hilfsmittel in der Demenz-Therapie

Eine neuere Entwicklung auf dem Gebiet der Antidementiva ist der Wirkstoff Galantamin. Seinen Namen verdankt das Galantamin dem kleinen Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Heute wird der Wirkstoff nicht mehr aus dem Schneeglöckchen gewonnen, sondern in naturidentischer Form synthetisch hergestellt. Interessant für die Therapie ist Galantamin vor allem deshalb, weil die geistige Leistungsfähigkeit des Patienten, also Gedächtnis, Orientierungsfähigkeit und Sprachvermögen, so länger erhalten bleibt. Der Demenz-Kranke erhält so mehr Lebensqualität, denn alltägliche Dinge, wie Ankleiden oder das Essen zu organisieren, bereiten keine unüberbrückbaren Probleme mehr.

Wenn schwerwiegende Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen auftreten, muss dies nicht als krankheitsbedingt hingenommen werden. Der entgleiste Gehirn-Stoffwechsel kann durch entsprechende Medikamente wieder in geordnete Bahnen gelenkt werden.
Bei der Therapie der Verhaltensstörungen werden neben Beruhigungs- und Schlafmitteln auch ältere Neuroleptika eingesetzt. Medikamente dieses Typs haben aber Nebenwirkungen, die ihre Anwendung einschränken können. Sie machen den Patienten müde, dadurch steigt das Risiko von Stürzen und möglichen Knochenbrüchen.

Atypische Neuroleptika

Neuere Medikamente mit dem Wirkstoff Risperidon - das zu den so genannten atypischen Neuroleptika gehört - haben eine bessere Wirkung erzielt und gelten daher unter Experten als Mittel der Wahl. Risperidon ist bislang als einziges Medikament für die Behandlung von schweren Aggressionen (Schreien, Kratzen, Beißen, Schlagen), Wahnvorstellungen (unbegründete Beschuldigungen) und Halluzinationen (Sehen von nicht vorhandenen Personen) bei alten Menschen mit Demenz zugelassen. Es hilft auch sehr gut bei Unruhe, Misstrauen und Feindseligkeit.

Es macht die Betroffenen umgänglicher und ausgeglichener und wird deutlich besser vertragen als die älteren Medikamente, da es ganz gezielt in den Stoffwechsel des Gehirns eingreift. Der Patient leidet unter deutlich weniger Nebenwirkungen, ist im Allgemeinen nicht müde oder sturzgefährdet. Er kann seine gewohnten täglichen Aktivitäten teilweise wieder selbst durchführen, benötigt weniger Unterstützung beim Ankleiden oder Essen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus normalisiert sich. Weil der Erkrankte am Tag wach und ausgeruht ist, bleibt er leistungsfähiger und kann sich besser konzentrieren.

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