"Deichhörnchen": Vater und Sohn schreiben Suchanfrage per Brief an Google

"Deichhörnchen": Vater und Sohn schreiben Suchanfrage per Brief an Google
Das ist der Briefaustausch zwischen dem Vater-Sohn-Duo und Google zum Thema "Deichhörnchen"

Die erste analoge Suchanfrage nach dem Deichhörnchen

Haben Sie schon mal von einem "Deichhörnchen" gehört? Wir auch nicht. In solchen Fällen greifen die meisten zur Suchmaschine Google, um wieder ein bisschen schlauer zu werden. So auch Michael Wiethe und sein Sohn Timm. Bloß hatten die beiden angeblich gerade keine Internetverbindung – sie waren im Urlaub. Deswegen, wie der 'Stern' berichtet, schrieben sie ihre Suchanfrage einfach per Brief an Google. Und bekommen erstaunlicherweise sogar eine Antwort!

Per Fax sendeten Vater und Sohn den handgeschriebenen Brief an Google Deutschland in Hamburg. "Da wir hier zur Zeit keinen Zugang zum Internet haben, möchten wir Sie bitten, in Ihrer gewohnt schnellen und umfassenden Weise, eine Suchanfrage zu beantworten. Wir benötigen Infos und Bilder zu: 'Deichhörnchen'", schrieb Papa Michael. "Damit Sie auch diese Anfrage wie immer kostenlos bearbeiten können, senden Sie uns bitte die Werbung einfach mit Ihrer Antwort."

Das sie eine Antwort bekommen würden, damit hätten wohl weder Vater noch Sohn gerechnet. Doch Google antwortet – ebenso handschriftlich – aber genau so, wie es online auch aussehen würde: Mitsamt "Meintet ihr Eichhörnchen?"-Hinweis, Bildern und einem Wikipedia-Eintrag. "Seltener Verwandter des Eichhörnchens, mangels Bäumen auf Deichen. Inzwischen ausgestorben", schrieb das selbsternannte 'Google Offline Team'.

Der Vater war begeistert und postete beide Briefe sofort auf seiner Facebook-Seite. Das Netz war begeistert von der analogen Suchanfrage. Wie kamen Vater und Sohn denn ausgerechnet auf das sagenumwobene Deichhörnchen? Dem 'Stern' erzählt Michael Wiethe: "Abends werden hier [im Ferienlager] immer Geschichten vorgelesen. Unter anderem die des Deichhörnchens. Mein Sohn wollte wissen, ob es das wirklich gibt."

Klingt nach einer ganz vernünftigen Lösung! Google jedenfalls dürfte sich über die kostenlose Werbung freuen. Fraglich bleibt natürlich, wie der Vater den Internetempfang fand, um die Geschichte zu posten, wenn er doch keinen hatte, um eine Suchanfrage zu schicken. Aber vielleicht darf man bei einer solchen Geschichte nicht allzu pingelig sein – das ausgestorbene Deichhörnchen hätte es so gewollt.

Anzeige