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Debatte um Schönheitsideal: Werbekampagne 'I'm No Angel' wirbt mit Plus-Size Models

'Victoria's Secret'-Engel werden an den Pranger gestellt

Sexy zu sein bedeutet heutzutage gleichzeitig auch dünn zu sein – und wer zu viel auf den Hüften hat, der 'sollte' sich besser nicht in schönen Dessous oder im Bikini präsentieren. Was von der Gesellschaft im Jahr 2015 als ungeschriebenes Gesetz akzeptiert wird, wurde jetzt vom amerikanischen Unterwäsche-Label 'Lane Bryant' mit einer Werbekampagne erfolgreich an den Pranger gestellt. Endlich.

Mit dem Slogan 'I’m No Angel' soll der bekanntesten Dessous-Marke der Welt, nämlich 'Victoria’s Secret', Kontra gegeben werden. Erst kürzlich warb der Unterwäschehersteller nämlich mit einem eher fragwürdigen Plakat: Auf diesem sind sieben superdünne Models in Panty und BH zu sehen. In der Mitte steht mit fettgedruckten Buchstaben: 'The Perfect Body' (dt. 'Der perfekte Körper'). Doch was ist perfekt und wer hat überhaupt ein Recht darauf das zu beurteilen?

Immer und überall wird Frauen von Modelabels suggeriert, dass sie nur dann perfekt sind, wenn sie auch dünn und schlank sind. Doch es scheint so, als gäbe es ein Umdenken dieses verkrampften Schönheitsideals. Endlich.

'Plus-Size Models' mit Selbstbewusstsein und Sexappeal lautet die Devise! Die Marke 'Lane Bryant' erntet weltweit große Zustimmung für die Kampagne gegen den Magerwahn. Vielleicht, weil die Designer und ihre Models, Millionen Frauen aus der Seele sprechen. Denn wer soll schon ernsthaft ohne Personaltrainer und Ernährungscoach so aussehen wie eine Adriana Lima, die über den Laufsteg schwebt?

Mehrere Frauen mit sexy Rundungen werben nun für die 'I’m No Angel'-Kampagne. Allen voran das bekannte Plus-Size-Model Ashley Graham (26). Diese ist jetzt sogar auf dem Cover der 'Sports Illustrated' zu sehen – mit Kleidergröße 44. Eine wahre Revolution.

"Schönheit hat für mich nichts mit der Kleidergröße zu tun. Schönheit kennt überhaupt keine Maße", sagt die US-Amerikanerin in dem Werbespot zu 'I’m No Angel‘.

Trotzdem sind wir Frauen es selbst, die am Ende darüber bestimmen, ob wir zufrieden und glücklich mit unserem Körper sind. Denn eine positive Einstellung zu seinem Körper sollte doch wirklich nicht von einer Zahl auf dem Etikett in der Jeans abhängig sein.

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