Das Wort zur 'Fashion Week': Mode soll Spaß machen - und nicht in Stress ausarten!

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Maike Nagelschmitz, Nagelschmitz, Teambilder Frauenzimmer
Maike Nagelschmitz - Redakteurin bei Frauenzimmer. © Stefan Neumann Fotografie

Wenn die 'Fashion Week' ruft, kommen Mode-Redakteure, Einkäufer, Fashionistas, Blogger und Promis in Scharen. Alles dreht sich um folgende Fragen: Was wird in der nächsten Saison Trend? Welche Outfits tragen die Promis? Und welcher Blogger schafft es vor die Linse der Street-Style-Fotografen?

Was hier zum Business gehört, begegnet uns aber auch im Alltag. Oder standen Sie noch nie morgens vor dem Kleiderschrank 'voller Nichts zum Anziehen'? Hatten Sie noch nie dieses eine Teil, was Sie so gern mal tragen würden, aber einfach nicht wissen, wie Sie es am besten kombinieren sollen? Ganz bestimmt! Denn so ging es jeder von uns schon mal - ja, geht es vermutlich sogar regelmäßig.

Das stresst mitunter so, dass man einfach doch wieder zum Altbewährten greift. So fühlt man sich zwar wohl in seinem Outfit, ist aber im Nachhinein doch vielleicht ein bisschen traurig, dieses eine neue Teil nicht doch endlich mal ausgeführt zu haben. Erst recht, wenn einem in zahlreichen Magazinen toll gestylte Frauen entgegen lächeln, die anscheinend genau wissen, welche Kleidungsstücke zu Ihrem Typ passen und wie sie It-Pieces der Saison am besten kombinieren. Das kann frustrierend sein. Das finde ich schade, denn: Mode soll Spaß machen, nicht in Stress ausarten!

Fashion is meant to be fun  - dieser Spruch, über den ich irgendwann mal gestolpert bin, ist zu meinem 'Mode-Mantra' geworden.

Denn Mode kann so viel.

Man kann sich in ihr zeigen, sich mit ihrer Hilfe selbst verwirklichen, sich aber auch hinter ihr verstecken.

Sie kann oberflächlich sein, aber auch (schonungslos) ehrlich.

Man kann mit ihr (Körper-)Formen schaffen, Formen kaschieren und Formen verändern.

Man kann sie leben, man kann sie lieben – aber unbedingt sollte man Spaß an ihr haben.

Wie das funktioniert? Mein Rat: Begegnen Sie der Mode mit einem Augenzwinkern und nehmen Sie sie nicht zu ernst. Das nimmt den Stress aus der Kleidungsfrage - und kann auch dabei helfen, sich selbst mal nicht ganz so ernst zu nehmen.  

Fragen Sie sich: Was mag ich besonders an mir? Was möchte ich gern betonen - und was vielleicht lieber ein bisschen kaschieren? Hören Sie morgens auf Ihr Bauchgefühl: Wonach ist mir heute? Was möchte ich ausstrahlen? Und worauf habe ich so gar keine Lust? Jeder von uns hat schließlich verschiedene Facetten, die sich mithilfe von Mode sehr gut unterstreichen lassen.

Außerdem: Trends hinterher zu jagen und immer 'up to date' sein zu wollen, führt unwillkürlich zu Stress. Und strapaziert den Geldbeutel. Investieren Sie lieber in zeitlose Klassiker, die sich super mit dem ein oder anderen Trendteil kombinieren lassen – aber auch in der nächsten Saison noch eine gute Figur machen. Dann eben in Kombi mit einem anderen It-Piece.

Mein Tipp: Ein Blick in den Kleiderschrank des Partners oder auch der Mutter lohnt sich! Das Calvin-Klein-Sweatshirt meines Freundes und eines seiner Hemden (bei mir seeehr oversize) gehören in Kombi mit schwarzen Wildleder-Overknees zu meinen Lieblingsteilen. Und die weißen 90er-Gedächtnis-Plateau-Stoffschuhe meiner Mutter trage ich auch dieses Jahr noch hoch und runter.     

Also: Probieren Sie sich aus, trauen Sie sich, lassen Sie sich inspirieren – nur so kann man den Spaß an der Mode entdecken. Viel Spaß!

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