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Das steckt hinter den emotionalen Hochzeitsfotos des Witwers

"Ich wollte neue Wege finden, damit Olivia sich an sie erinnert"

Ben Nunery kämpft mit den Tränen, wenn er sich mit seiner Tochter Hochzeitsfotos anschaut. Es sind Erinnerungen an die glückliche Zeit, als Olivias Mama noch lebte. Vor zwei Jahren starb Ali Nunery an Lungenkrebs. Ben vermisste seine Frau nach ihrem Tod so sehr, dass er auf die Idee zu einem ganz besonderen und inzwischen viel beachteten Fotoshooting kam: Mit seiner 3-jährigen Tochter stellte er einige Hochzeitsfotos nach.

Bens trauriger Abschied in Bildern
Ben vermisste seine Frau nach ihrem Tod so sehr, dass er auf die Idee zu einem ganz besonderen Fotoshooting mit Tochter Olivia kam.

"Ich wollte neue Wege finden, damit Olivia sich an sie erinnert. Sie war nur ein Jahr alt, als Ali starb und hat daher eigentlich keine Erinnerungen an ihre Mutter. Ich glaube, dass diese Fotos ihr die Mama sehr nahe bringen", sagt Ben Nunery. "Ali ist immer noch ein großer Teil unseres Lebens."

Ein Haus kaufen, Kinder bekommen, gemeinsam alt werden - alle Träume schienen für das Paar wahr zu werden. Doch das Glück währte nicht lange. Das Brautpaar ließ sich nach der Trauung in den noch leeren Räumen des Hauses für ein Hochzeitsalbum fotografieren. Ein Jahr später wurde Baby Olivia geboren.

Das Drama um Bens Frau fing mit milden Symptomen an - wie eine Erkältung oder eine Grippe, nichts Außergewöhnliches. Ali ist mehrfach zum Arzt gegangen und wurde mit verschiedenen Medikamenten und Antibiotika behandelt. Doch ihr ging es nicht besser, sie fühlte sich einfach nur krank und es wurde immer schlimmer. Die Ärzte vermuteten zunächst eine Lungenentzündung, etwas Ernsteres als nur eine Erkältung. Doch dann stellte sich heraus, dass sie einen Tumor in der Lunge hat.

Zum Abschied ließ Ben sich etwas Besonderes einfallen

Bei der 31-Jährigen wurde Lungenkrebs festgestellt. Der jungen Mutter blieben nur neun Monate mit ihrer Tochter - dann starb sie. Für Ben begann eine schwere Zeit; er musste Olivia alleine aufziehen. Eine große Umstellung für den 33-jährigen Grafikdesigner.

"Ali war die geborene Mutter. Sie hatte einfach diesen natürlichen Mutterinstinkt, der mir fehlt. Das war eines der Dinge, die ich an ihr so geliebt habe", sagt Ben. Zwei Jahre nach Alis Tod zog Ben um. Er braucht einen Neuanfang.

Doch zum Abschied ließ er sich etwas Besonderes einfallen: "Ich wollte etwas tun, das uns an das gemeinsame Haus erinnert. Ich dachte, es wäre schön, wenn Olivia und ich ein paar Fotos in dem Haus machen, nur wir beide. Und dann hatte ich die Idee, eines der Hochzeitsfotos nachzustellen."

Bens Schwägerin Melanie Pace ließ keine Gelegenheit aus, ihre kleine Nichte zu fotografieren - die sie so sehr an ihre verstorbene Schwester erinnert. Die professionelle Fotografin knipste die ursprünglichen Hochzeitsfotos - und sie fotografierte auch die nachgestellten Szenen von Vater und Tochter. Statt nur einem Foto wird eine ganze Foto-Serie aus der Idee.

"Wir haben am Anfang gar nicht so sehr darüber nachgedacht, welche Situation wir nachstellen sollen. Wir waren einfach da und fanden das eine tolle Sache für Olivia - wenn sie größer ist, die Fotos nebeneinander stellt und sieht, dass sie am gleichen Platz steht wie ihre Mutter", erzählt Melanie Pace. Erst später ist ihr klar geworden, wie rührend und bittersüß es ist, die Fotos so zu sehen.

Einmal im Monat besuchen Ben und seine Tochter Alis Grab. Von Anfang an hat der junge Vater seiner Tochter Olivia erzählt, dass Mama zwar im Himmel ist, aber trotzdem nicht weit weg. Das war der letzte Wunsch seiner Frau. Ali wollte, dass Olivia glücklich, gesund, geliebt und wohlbehalten aufwächst. Ihr Mann Ben hat dafür gesorgt, dass Ali für immer einen Platz im Herzen ihrer Tochter hat.

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