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Das Leben auf der Babystation: Zwischen Sorgen, Glücksgefühlen und schlaflosen Nächten

Das Freud und Leid auf der Babystation

Auf einer Babystation liegen Hoffnung und Bangen, unendliches Glück und Sorgen nah beieinander. Wir haben werdende Familien begleitet, unter anderem die 19-jährige Vanessa und ihren Freund Gökhan und Kathrin und Fred, die nach 24 Jahren Beziehung endlich Eltern werden dürfen.

Vanessas Bangen hat endlich ein Ende - ihr kleiner Sohn erblickt auf der Babystation in Köln Holweide das Licht der Welt. Sorgenvolle Stunden liegen hinter der 19-Jährigen. Drei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin ist ihr Baby im Bauch unterversorgt, so dass die Geburt eingeleitet werden musste. Nachdem die Wehen-Medikamente jedoch nicht anschlugen, entschieden sich die Ärzte für einen Kaiserschnitt. Gerade einmal 20 Minuten dauert der Eingriff. Dann – ganz leise, ohne Geschrei - ist er da! - ihr Sohn Emir. Nachdem der Kleine von der Kinderärztin untersucht wird, ist Vanessa erleichtert, dass die Unterversorgung keine Spuren bei Emir hinterlassen hat.

Ganz ruhig und aufmerksam sammelt Emir seine ersten Eindrücke von der Welt. Dann dürfen Vanessa und ihr Freund Gökhan den Kleinen endlich in die Arme nehmen. Auch Oma Susanne ist von dem Anblick völlig überwältigt: "Die Aufregung hat sich gelohnt."

Baby-Blues auf der Geburtenstation

Doch kurz danach wird die Freude getrübt: Der Blutzuckerspiegel von Emir ist zu niedrig, das ergab eine Routine-Untersuchung. Deshalb muss der Kleine nun umgehend eine Infusion bekommen. Nach einigen Tagen ist der Blutzuckerwert vom kleinen Emir wieder im grünen Bereich. Vanessa und ihrem Freund fällt ein Stein vom Herzen.

Auch Mama Kathrin ist überglücklich, denn sie brachte vor wenigen Stunden Söhnchen Lenny per Kaiserschnitt zur Welt. Lenny ist das erste gemeinsame Kind von der 39-Jährigen und ihrem Mann Fred. Nach 24 Jahren Beziehung hatte das Paar den Kinderwunsch fast schon aufgegeben: "Es ist etwas ganz Besonderes", erzählt Kathrin.

Wie bei einem Kaiserschnitt üblich, bleiben Mutter und Kind noch ein paar Tage zur Beobachtung in der Klinik. Zunächst scheint nichts das Familienglück trüben zu können, doch nach einigen Tagen zeigt Kathrin erste Anzeichen von Erschöpfung: "Es ist sehr anstrengend, weil ich nicht viel Schlaf bekommen habe." Darüber hinaus hat die 39-Jährige auch mit einem anderen Problem zu kämpfen: "Mit dem Stillen klappt es noch nicht so richtig, aber das ist wohl eine Übungssache".

Für Lenny und seine Eltern beginnt ein ganz neues Leben, genauso wie für Vanessa und Gökhan. Auf sie warten jetzt viele schlaflose Nächte, aber vor allem auch große Glücksgefühle und wunderschöne Erlebnisse.

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