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Das Krebsrisiko senken: 8 Maßnahmen, die sofort helfen

So senken Sie Ihr Krebsrisiko!
So senken Sie Ihr Krebsrisiko! 8 Maßnahmen, die sofort helfen 00:03:29
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Jeder kann durch den Lebensstil das Krebsrisiko beeinflussen

Bösartige Tumore sind - nach Herz-Kreislauferkrankungen - die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jeder zweite Mann und fast jede zweite Frau erkrankt an Krebs. Rund 500.000 Menschen erhalten jedes Jahr die gefürchtete Diagnose. Häufig ist es Schicksal, doch der Lebensstil kann das Krebsrisiko erheblich beeinflussen, wie Experten betonen.

"Das Schicksal spielt natürlich eine Rolle, aber man kann es stark beeinflussen", sagt der Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, Rudolf Kaaks. Wir zeigen, was Sie tun können.

Das Rauchen aufgeben

Zigaretten sind der Killer Nummer 1 in Sachen Krebs. Bundesweit ist das Rauchen für etwa jeden fünften Krebsfall verantwortlich. Bei Lungen-, Rachen-, Speiseröhren- und Blasenkrebs ist der Anteil sogar noch viel höher. Und Lungenkrebs ist oft tödlich - nicht nur für den Raucher selbst. Allein in Deutschland sterben jährlich 3.000 Menschen durch Passivrauchen an Krebs. Also, Zigarette weg!

Übergewicht abbauen

Den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs kennen viele Menschen nicht, dabei ist er seit Jahren belegt. Schätzungen zufolge können darauf mindestens fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle zurückgeführt werden. Die Liste der Krebsarten, bei deren Entstehung vermutlich Übergewicht eine Rolle spielt, wird immer länger. Dabei gilt nicht nur Fettleibigkeit als Risikofaktor - auch schlanke Menschen mit viel Bauchfett haben ein erhöhtes Krebsrisiko.

Die Ernährung umstellen

Falsche Ernährung spielt bei bis zu zehn Prozent aller Krebsfälle eine Rolle. Am besten belegt ist die schädliche Wirkung von rotem Fleisch. Wer viel verarbeitetes Fleisch - etwa Würstchen oder Schinken - isst, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Gemüse und Obst senken übrigens nicht das Krebsrisiko. Im Gegensatz zu Ballaststoffen.

Sport treiben

Körperliche Aktivität senkt das Risiko für Darm- und Brustkrebs - und höchst wahrscheinlich auch für viele andere Krebsarten. Mindestens jeder fünfte Krebsfall ist auf Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Ernährung zurückzuführen. Fitness wirkt schützend.

Seltener Alkohol trinken

Vier bis fünf Prozent aller Krebsfälle sind auf Alkohol zurückzuführen. Vor allem die Kombination von Alkohol und Rauchen ist gefährlich. Ein Glas Wein oder Bier reicht schon aus, um das Risiko für bestimmte Krebsarten leicht, aber nachweisbar zu steigern.

Zu viel UV-Strahlung meiden

Sonnenbrände sind der Hauptrisikofaktor für schwarzen Hautkrebs - 90 Prozent aller Melanome gehen darauf zurück. Daher ist es extrem wichtig, Sonnenbrände zu vermeiden. Kinder und Menschen mit heller Haut und roten Haaren brauchen besonderen Schutz.

Sich impfen lassen

Bei manchen Krebsarten spielen Viren und Bakterien eine gravierende Rolle. HPV-Infektionen etwa sind für alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Dagegen gibt es eine Impfung. In Deutschland spielen bei fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen chronische Infektionen eine Rolle. Zu den bekanntesten Erregern zählen das Hepatitis B- und C-Virus sowie das Bakterium Helicobacter pylori.

Vorsorgen

Gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen sind neben dem Verzicht aufs Rauchen die wichtigste Maßnahme zur Krebsvorbeugung. Bei einer Darmspiegelung etwa lassen sich schon Krebsvorstufen erkennen und entfernen. Dadurch kann Darmkrebs gar nicht erst entstehen. Ähnliche Effekte gibt es etwa beim Hautkrebs-Screening und beim Pap-Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Und selbst wenn Krebs bereits entstanden ist, kann er durch solche Untersuchungen oft rechtzeitig entdeckt werden. Und das rettet Leben!

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