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Das ist der beliebteste Ausbildungsberuf

Frauen arbeiten gerne im Büro, Männer mit Autos

Im Jahr 2015 haben insgesamt 516.639 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen - 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat nun ausgewertet, welcher Ausbildungsberuf für 2015 Jugendliche am beliebtesten beziehungsweise unattraktivsten war. Fakt ist: Klassische Ausbildungsberufe wie Koch oder Friseur, liegen nicht mehr im Trend.

Vielmehr belegte der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 30.474 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erneut den Spitzenplatz. Gefolgt von den Berufen Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, Verkäufer/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in und Industriekaufmann/-kauffrau. Etwa jeder vierte abgeschlossene Vertrag konzentrierte sich auf diese fünf häufigsten Ausbildungsberufe.

Schaut man sich einmal genauer an, welches Berufsfeld männliche und weibliche Jugendliche getrennt voneinander bevorzugen, gibt es Unterschiede. Bei weiblichen Jugendlichen lag 2015 der Beruf Kauffrau für Büromanagement mit einem Anteil von 10,3 Prozent auf Rang eins. Männliche Jugendliche wählten am häufigsten den Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker (6,2 Prozent).

Viele Jugendliche machen lieber eine Ausbildung, statt zur Uni zu gehen

Auch die schulische Vorbildung beeinflusst die Berufswahl: Bei Jugendlichen, die vom Abschluss her auch hätten studieren dürfen, waren Industriekaufmann/-kauffrau, Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement sowie Bankkaufmann/-kauffrau die drei häufigsten Ausbildungsberufe. Bei Jugendlichen ohne einen Hauptschulabschluss war der Beruf Verkäufer/-in auf Platz eins, gefolgt von Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft.

Der Anteil Jugendlicher mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ohne Hauptschulabschluss betrug dabei allerdings nur 2,8 Prozent. 27,5 Prozent der Auszubildenden haben eine Hochschulzugangsberechtigung. Besonders weibliche Jugendliche machen lieber eine Ausbildung, als eine Universität zu besuchen (33,5 Prozent). Bei den Jungen sind es 22,5 Prozent.

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