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"DAS IST BRUSTKREBS!": Emotionaler Brief einer Frau, die ein Mammakarzinom überlebt hat

Christi Salcedo hat eine Brust-OP überlebt.
Christi Salcedo will zeigen, dass Brustkrebs kein Kinderspiel ist. © Facebook.com/Christi Salcedo

Brustkrebs-Patientin geht in die Offensive

Christi Salcedo aus Texas hat ihren Brustkrebs besiegt. Jetzt zeigt die 30-Jährige allen das Ergebnis ihrer Brust-Amputation. Gemeinsam mit einer emotionalen Botschaft: "Die Narben sind das geringste Problem!"

"Es ist an der Zeit das zu zeigen. Schau dir ganz genau meine Brust an. Und fühle dich nicht komisch dabei. Es ist nichts Heiliges oder Sexuelles mehr übrig, das du nicht sehen dürftest."

Dieser Post steht unter einem Foto der gut aussehenden Mutter, das lustig pink gefärbte Haar hübsch gestylt, ihre nackte Brust mit den Operationsnarben mutig zur Kamera gerichtet. 

"Was du da siehst, ist eine ausgehöhlte Achsel. Brustkrebs streut zuerst in die Lymphknoten deiner Arme. Bei mir war es der linke Arm, sie haben alle Lymphknoten entfernt und damit ziemlich viel Gewebe. Wie du vielleicht auch erkennen kannst, ist da ein deformierter Schnitt. Der ging nach der OP immer wieder auf."

Sie teilte all ihre Gefühle, die sie mit der Krankheit und ihrer OP verband: "Der Krebs hat einen wertvollen Teil von mir genommen, mit dem ich einst meine Kinder ernährt habe. Er hat mir einen Teil meiner sexuellen Identität geraubt. Also so ist es zumindest, wenn wir über meine Brüste reden. Oder besser gesagt: meine früheren Brüste."

Und mit dem starken Entschluss ihre Kraft zu behalten, entschied Christi sich dazu ihre Narben zu umarmen: "Als ich mich gegen Implantate entschlossen habe, hatte ich mehrere Gründe dafür. Aber vor allem den, dass meine Kinder mich schon lange genug am Boden gesehen haben. Ich wollte, dass sie mich wieder stark sehen. Sie sollten wieder die Mutter haben, die sie kennen."

Eine lang Zeit war Christi zufrieden mit ihrer Entscheidung, keine Kunst-Brüste zu haben. So lange bis sie in öffentlichen Toiletten gefragt wurde: "Bist du eine Frau? Ein Mann? Bist du transgender?". Und damit wurde sie immer wieder konfroniert.

Sie erklärt weiter: "Es​ hat uns Überlebende schwer getroffen. Ich bemerke immer mehr Augen, die mich mustern. Im Supermarkt, im Restaurant... bei Walmart war's am schlimmsten! Ich möchte schreien: JA, du siehst richtig. Das ist Brustkrebs...Bitte check dein eigenes Brustgewebe!"

Frauen - jede einzelne von uns - sollten sich gegenseitig ermutigen, motivieren und Verständnis haben. Weder unsere Frisur oder die Klamotten, noch irgendwelche anderen Äußerlichkeiten sollten unsere Meinung voneinander beeinflussen! Und erst recht nicht nach einem solchen Schicksalsschlag. Christi hat überlebt. Ihr Optimismus macht uns deutlich, worauf es im Leben wirklich ankommt. 

Christi beendet ihren Post mit einem Aufruf: "Eine Lektion, die ich um jeden Preis gelernt habe: Es gibt keine Zeit zu verlieren! Jeden Tag [...] müssen wir LIEBEN. Wir müssen Dinge tun, die WICHTIG sind und wir müssen LEBEN."



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