Das Ebra: Hybrid aus Esel und Zebra in Russland geboren

Das Ebra - eine tierische Seltenheit

Ein russischer Zoo freut sich über diesen Tiernachwuchs ganz besonders: Auf der Krim wurde eine Kreuzung aus Esel und Zebra geboren – ein Ebra. Das kleine Huftier sorgt für großes Interesse seitens der Besucher – und für Kritik von anderen Zoos.

Die Mutter des Ebras – eine Zebrastute – war das Sorgenkind des privaten Zoos in Nähe von Simferopol, der Hauptstadt der Krim: Sie fühlte sich nicht wohl und war einsam. Denn Zebras sind eigentlich Herdentiere - dem Zebra fehlten Artgenossen. Aus diesem Grund entschied sich Zoodirektor Oleg Subkow nach einer Besprechung mit anderen Zoologen, das Zebra mit anderen Huftieren aus dem Tierpark zusammenzubringen, unter anderem einem Esel.

Zwischen dem Eselhengst und der Zebrastute entwickelte schon bald eine Liebesgeschichte. Vergangene Woche wurde das ungleiche Paar dann zu Eltern: Es wurde ein Fohlen geboren. Der Kopf und der Großteil des Körpers des kleinen Tieres sind graubraun, die Beine hingegen sind weiß gestreift. Das Fohlen wurde nach einer örtlichen Zeitung, dem „Telegraph“, benannt.

Ein solcher Hybrid kommt in der freien Natur nicht vor, weil sich die natürlichen Lebensräume der Tiere stark unterscheiden. Aus diesem Grund sind natürlich das Interesse und der Besucherandrang in dem kleinen Zoos groß. Diese Tatsache bringt dem Zoo allerdings auch einige Kritik ein: „So etwas gibt es in zivilisierten Zoos nicht. Hier handelt es sich um Marketing, aber das hat nichts mit Wissenschaft zu tun“, verkündete die Sprecherin des Moskauer Zoos, Anna Kachurowskaja.

Da beide Elternteile der Gattung Pferd angehören, ist eine Mischung der Arten möglich - das Fohlen ist wohlauf. Wie andere Hybride wie Maultier und Maulesel wird es allerdings höchstwahrscheinlich zeugungsunfähig sein.

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