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Darmkrebs: Darmkrebsvorsorge kann Ihr Leben retten!

Darmkrebs wird in den meisten Fällen bei der Darmkrebsvorsorge erkannt.
Darmkrebs steht an zweiter Stelle der Krebserkrankungen. Umso wichtiger ist die frühe Darmkrebsvorsorge. © picture alliance / Willfried Gre, Willfried Gredler-Oxenbauer

So schützen Sie sich vor Darmkrebs

Zu den schlimmsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen in Deutschland zählt der Darmkrebs. Er steht an zweiter Stelle der Krebserkrankungen, an denen beide Geschlechter häufig erkranken und sterben. Nur durch regelmäßige Darmkrebsvorsorge können Sie sich vor Darmkrebs schützen. Bei frühen Diagnosen gibt es gute Heilungschancen.

Entstehung von Darmkrebs

Gutartige Geschwülste (Polypen) in der Darmschleimhaut können bösartig werden. Bis es zu Symptomen kommt - die allerdings auch leicht mit harmlosen Beschwerden verwechselt werden - vergehen meistens Jahre. Still und unbemerkt wächst der Krebs im Darm.

Neben der genetischen Veranlagung von Darmkrebs, gibt es Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die sich negativ auf die Darmflora auswirken und Darmkrebs hervorrufen können.

Symptome von Darmkrebs

Blut im Stuhl ist ein Alarmzeichen und muss immer ärztlich untersucht werden! Doch es gibt auch unsichtbare (okkulte) Blutungen, die nur durch einen Stuhltest erkannt werden. Häufige Magen-Darm-Probleme, Verhärtungen im Bauchraum sowie wiederkehrende Verstopfung, Durchfälle, bleistiftdünnen Stuhl und Krämpfe sollten Sie von einem Arzt abklären lassen. Weitere mögliche Symptome für Darmkrebs sind Müdigkeit, Blässe und Gewichtsverlust.

Keine Angst und Scham vor dem Arztbesuch

Wenn Sie sich unwohl fühlen und sich Sorgen machen, die Sie zusätzlich belasten, gehen Sie unbedingt zum Arzt. Keine Angst, die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und schämen brauchen Sie sich auch nicht. Denken Sie daran, dass durch Vorsorge Darmkrebs komplett verhindert und im frühen Stadium geheilt werden kann.

Darmkrebs wird in den meisten Fällen bei der Darmkrebsvorsorge erkannt

Bei einer Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs wird ein endoskopischer Eingriff, auch Darmspiegelung genannt, vorgenommen. Dabei wird ein Koloskop (ein flexibler 1 cm dicker Schlauch mit Lichtquelle und Kamera) in Seitenlage vorsichtig über den After in den Dickdarm geschoben. Aufnahmen, die während der Untersuchung des Darms gemacht werden, verfolgt der Facharzt am Monitor. Dazu stehen ihm modernste Geräte zur Verfügung. In bester Qualität sind so die Organstrukturen und die Darmschleimhaut erkennbar.

Auch Polypen werden sichtbar und in den meisten Fällen direkt entfernt. Dank einer leichten Betäubung bekommen Sie von der Koloskopie nichts mit. Sie ist ohnehin schmerzfrei. Nur die Darmspülung, die vor der Untersuchung durchgeführt werden muss, könnte Ihnen unangenehm sein. Denn Sie müssen Ihren Darm komplett entleeren, indem Sie einige Liter eines abführenden Mittels trinken. Diese Vorbereitung zur Darmspiegelung wird in der Regel am Abend vor dem Eingriff durchgeführt. Da Sie dann häufiger zur Toilette müssen, sollten Sie sich nichts vornehmen!

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