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Daniel Glattauer im Interview

Daniel Glattauer im Interview
Daniel Glattauer im Interview © dpa, Arno Burgi

Glattauer: "Kein Frauenversteher, aber ein Frauen-Zuhörer"

"Ewig dein" heißt der neue Roman des österreichischen Bestseller-Autors Daniel Glattauer. Darin nähert er sich dem Thema Liebe ganz anders als im E-Mail-Roman "Gut gegen Nordwind". Es geht um Stalking und Psychoterror aus der Sicht einer Frau.

Wie erklären Sie sich, dass Ihre Bücher vorrangig von Frauen geliebt und gekauft werden?

Daniel Glattauer: "Es geht bei mir eben viel um die Themen Liebe und Beziehungen, das ist ja auch das, was das Leben ausmacht. Und Frauen beschäftigen sich in viel größerer Zahl mit emotionalen Themen. Das gilt wohl auch für Bücher, die sie kaufen."

Trifft das Klischee des Frauenverstehers zu?

Glattauer: "Ich sehe mich aber nicht als Frauenversteher, ich habe nur ein Interesse zuzuhören. Und wenn man zuhört, kommt man darauf, dass man mehr erfährt, wenn man Frauen zuhört als Männern."

Werden Ihre Bücher in Österreich und in Deutschland unterschiedlich aufgenommen?

Glattauer: "Bei Lesungen in Österreich und Deutschland habe ich schon mal festgestellt, dass an unterschiedlichen Stellen gelacht wird. Und bei der Figur des Lehrmädchens Bianca habe ich mir manchmal Sorgen gemacht, ob der Humor in Deutschland verstanden wird. Aber ich kann mir nicht vornehmen, jetzt schreibe ich so, dass es die Deutschen alle verstehen: jeder Witz wird erklärt (lacht). Aber es gibt auch innerhalb Österreichs Unterschiede. In Wien ist der Humor schon schadenfroher und derber."

(Interview: Andreas Rabenstein)

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