Dana Schweiger findet einfach keinen Mann

Dana Schweiger
© dpa, Frank Leonhardt

Dana Schweiger jammert über Single-Dasein

Herrje, das ist ein hartes Schicksal: Dana Schweiger, die Ex von Til Schweiger, hat gut sechs Jahre nach der Trennung immer noch keinen neuen Kerl gefunden. Und dabei ist die Amerikanerin mit ihren 44 Jahren super in Form und eine erfolgreiche Unternehmerin.

Von Christiane Mitatselis

Ihre vier Kinder seien vielen Männern schnell zu viel, klagte sie in einem Interview. Und außerdem bekomme sie auf Partys dauernd nur unmoralische Angebote, die auf One-Night-Stands abzielten. Sie aber wünsche sich eine klassische Verabredung mit einem Gentleman. Einen Mann, der nach allen Regeln der Kunst um sie werbe. Ganz romantisch! Wie früher! Sie erwäge in ihrer Verzweiflung sogar schon, ein Männer-Casting zu veranstalten, verriet sie.

Vermutlich hat Dana Schweiger diese Sätze fröhlich lächelnd aufgesagt. Natürlich wird sie wissen, dass sie, wohlhabend wie sie ist, ein privilegiertes Leben führt; und dass sie, wenn sie es ernsthaft darauf anlegt, jederzeit einen neuen Super-Typen haben kann. Trotz ihrer Kinder, die zwischen acht und 15 Jahre alt sind und somit nachts nicht mehr schreien. Dana Schweiger wird aber auch klar sein, dass sie mit derartigen Sätzen Aufmerksamkeit erregt und Schlagzeilen macht - der erste Reflex: Alle Welt fragt sich, wie eine so attraktive Frau noch „unbemannt“ sein kann. Und: Wenn die arme Dana schon keinen findet, wie soll es dann den weniger Schönen und Reichen ergehen? Der gute Til treibt sich währenddessen mit seinen 48 Jahren mit Models herum, die seine Töchter sein könnten. Wie ungerecht!

Dana Schweiger: Single-Dasein als Publicity-Trick?

Nun muss man allerdings unbedingt den zweiten Schritt machen und die Frage stellen: „Cui bono“? Wem nutzen diese Schlagzeilen und Kommentare? Eine Erklärung könnte diese sein: Dana Schweiger wird im Frühling Protagonistin einer Reality-Sendung eines neuen Pay-TV-Kanals sein, vielleicht will sie dem Publikum ihren Namen ins Gedächtnis rufen. Oder: Eventuell ist es simpler und sie wünscht sich nur frische Publicity für ihr Modelabel. Oder, noch simpler: Sie fand, dass einfach mal wieder etwas über sie geschrieben werden musste. Und nicht nur über ihren Ex.

Wie auch immer - die „Probleme“, von denen Dana Schweiger spricht, haben nichts mit der Realität einer normalen deutschen Alleinerziehenden mit vier Kindern zu tun. Als Armutsrisiko Nummer eins gilt in Deutschland Arbeitslosigkeit – direkt gefolgt von Kindern. Am höchsten ist das Armutsrisiko für allein erziehende Frauen, viele würden ohne Hartz IV nicht über die Runden kommen. Sie können sich hierzulande nur in Ausnahmefällen ein Geschwader von Nannys leisten und ihre Freizeit mit dem Personal Coach im Fitness-Studio verbringen, damit sie auch mit 44 noch einen Knackarsch haben. Alleinerziehende Frauen haben zudem kaum Zeit, auf Partys zu gehen. Deshalb kommen sie eher selten in die Verlegenheit, sich öffentlichkeitswirksam über Sex-Angebote unverschämter Wüstlinge zu beklagen.

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