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Dammriss – Tut das weh?

Wofür ist die Atemtechnik bei der Geburt wichtig?
Wofür ist die Atemtechnik bei der Geburt wichtig? Schwangerschaft & Geburt 00:02:15
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Wenn eine schwangere Frau an die Geburt denkt, kann ihr schon angst und bange werden: Wie soll ein ganzes Kind zwischen meinen Beinen herauskommen? Denn der Kopfumfang eines Neugeborenen ist kein Zuckerschlecken – meistens beträgt er zwischen 32 und 36 Zentimetern. Nicht immer schafft es das Gewebe rund um die Scheide, dem Druck der Geburt und der Dehnung durch den Kindskopf Stand zu halten und reißt. Hier erfahren Sie deshalb alles Wichtige zum sogenannten Dammriss.

Dammriss: Was genau ist das?

Das Muskelgewebe zwischen After und Vagina nennt sich Damm. Wenn Sie sich selbst einmal mit einem Spiegel zwischen den Beinen angesehen haben, haben Sie sich sicherlich schon oft die Frage gestellt, wie hier ein Baby herauskommen soll. Unser Körper jedoch schafft Unglaubliches und so stellt er sich die komplette Schwangerschaft über schon auf diesen Moment der Geburt ein. Die Schwangerschaftshormone weichen das Gewebe auf und machen es deutlich elastischer, sodass es eigentlich kein Problem ist, das Baby auf die Welt zu bringen. Ist der Druck für das Gewebe jedoch zu groß, zum Beispiel, weil das Baby zusätzlich noch einen Arm nach draußen schiebt, kann der Damm reißen – Sie bekommen also einen Dammriss.

Dammriss: Tut das sehr weh?

Auch wenn die Vorstellung nicht gerade prickelnd ist, so schlimm wie es sich anhört ist ein Dammriss nicht. Während der Geburt bemerken die meisten Frauen nicht einmal, dass das Gewebe eingerissen ist. Erst wenn der Arzt erklärt, dass noch genäht werden muss, realisieren sie es. Sie müssen sich den Moment des Reißens also nicht als gewaltigen Akt während der Geburt vorstellen. Auch das Nähen danach ist nur halb so schlimm: Das Gewebe rund um den Damm wird betäubt und dann zusammengenäht. Das zieht ein bisschen und macht keinen Spaß, schlimm sind die Schmerzen aber wirklich nicht. Früher wurde oft provisorisch ein Dammschnitt gemacht, wenn das Gewebe zu reißen drohte. Heute ist das eher seltener der Fall, denn viele Mediziner und Hebammen sind sich sicher, dass ein natürlicher Dammriss für die Frau besser ist. Die Wundheilung im Genitalbereich ist hoch und mit der richtigen Pflege und einer guten Naht bemerkt die Frau den Riss schon wenige Tage nach der Geburt gar nicht mehr.

Wie vermeide ich einen Dammriss?

Wenn Sie Sorge vor einem Dammriss haben, können Sie ab der 34. Schwangerschaftswoche eine Dammmassage durchführen. So können Sie mit Glück einen Dammriss vorbeugen und das Gewebe noch geschmeidiger halten. Im Handel gibt es spezielles Dammmassageöl.

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