Dänischer Lehrer schlachtet Hahn vor den Augen seiner Grundschüler

Lehrer schlachtet Hahn vor Grundschülern
Lehrer schlachtet Hahn vor Grundschülern Brutal oder lehrreich? 00:03:32
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Hahn geschlachtet: Einprägsame Schulstunde in Dänemark

Für diese rabiate Lehrmethode eines Grundschullehrers in Dänemark hagelt es Kritik: Um seinen Schülern klarzumachen, woher ihr Essen kommt, schlachtet er vor den Augen der Sechs- bis Zehnjährigen einen Hahn. Schocktherapie oder anschauliches Lernen? Im Video sehen Sie, welches überraschende Fazit Schüler und Eltern aus der blutigen Schulstunde ziehen.

Die Kinder sollen lernen, woher das Fleisch kommt

Woher kommt das Stück Fleisch auf meinem Teller eigentlich und welches Tier musste für mich sein Leben lassen? Fragen, die sich Kinder heutzutage wohl zu wenig stellen, wenn es nach der Langsøskolen im dänischen Silkeborg geht.

Um den Kindern den natürlichen Kreislauf des Lebens zu erklären und ihnen Nutztiere näher zu bringen, eröffnet die Schule einen Hühnerstall: Hier sehen die Schüler, wie ein Huhn aufwächst, vom Ei übers Schlüpfen bis zum ausgewachsenen Federtier. Erst als mehrere Hähne heranwachsen, kommt die Schlacht-Idee auf.

Lehrer Morten Vilstrup Jensen führt die blutige Prozedur dann vor den Kinderaugen durch, tötet ein Tier, um das sich alle lange gemeinschaftlich gekümmert hatten. Kann ein solcher Anblick gesund für Kinderseelen sein? Nein, urteilt Psychologin Cordula Leddin. "Es handelt sich ja nicht um ein anonymes Tier", weshalb die Schlachtung für die Schüler durchaus traumatisch enden könnte. Wir haben Eltern gefragt: Wäre dieser Punkt auf dem Lehrplan auch etwas für deutsche Schulen?

Ob nun positiv oder negativ - eines steht fest: Diese besondere Schulstunde wird den Grundschülern wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

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