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Cybermobbing: Jedes fünfte Mobbingopfer denkt an Selbstmord

Cybermobbing hat ernste Folgen bei Jugendlichen
20 % der betroffenen Cybermobbing-Opfer verletzten sich nach dem Mobbing selbst. © Petair - Fotolia

Studie in 11 Ländern mit knapp 5.000 Jugendlichen

Jeder fünfte junge Mensch wurde bereits Opfer von Cybermobbing, 20 Prozent dieser Opfer haben sogar Selbstmordgedanken. Das hat eine Online-Studie ergeben, bei der im Auftrag von Vodafone in elf Ländern rund 5.000 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren befragt wurden. Fast die Hälfte der Opfer wurde depressiv. Oftmals wissen sie nicht, wie sie reagieren sollen.

In Deutschland hat jeder fünfte Teenager bereits Cybermobbing erlebt. Jeder Dritte kennt ein Opfer in seinem Freundes- oder Familienkreis. Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen (51%) finden Cybermobbing schlimmer als Mobbing im realen Leben. Cybermobbing sei nach Angaben der Befragten sogar schlimmer als der Konsum illegaler Drogen.

Die Studie hat ebenso die Folgen des Cybermobbings aufgedeckt: Ein Drittel der Gemobbten war nach den Vorfällen nicht mehr im sozialen Netz unterwegs. 26 Prozent schwänzten die Schule, 16 Prozent meldeten sich vom sozialen Netzwerk ganz ab. Noch schlimmer: 20 Prozent der Befragten fingen nach dem Cybermobbing an, sich selbst zu verletzten.

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