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Cristina Caboni im Interview: "Ich habe Angst vor Horrorfilmen"

Cristina Caboni im Interview: "Ich habe Angst vor Horrorfilmen"
© foto Leoni

Als Imkerin lebt sie in einer Welt aus Düften

Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich lebe in einer Umgebung, die von Mythen und Legenden geprägt ist. Ich bin mit wunderbaren Geschichten aufgewachsen. Meine Großeltern haben sie mir vor dem Kamin erzählt, als ich klein war. Danach habe ich selbst zu lesen begonnen, womit sich mir eine neue Welt eröffnet hat. Eines Tages habe ich dann begriffen, dass auch ich eine Geschichte erzählen will.

Wo finden Sie die Inspirationen für Ihre Romane?

In meiner Arbeit. Ich bin Imkerin. Eines Tages näherte ich mich dem Bienenstock und wurde von einem intensiven Duft empfangen. Es war, als ob die Blüten den Bienen mitteilen wollten, dass der Nektar jetzt bereit für sie war. In diesem Moment wurde mir schlagartig bewusst, dass ich in einer Welt aus Düften lebe, die mir Gefühle zuflüstert, ganz ohne Worte. Und ich habe Elena Rossini gesehen, ein kleines Mädchen, das mit Düften aufwächst und die alte Kunst der Parfümeure beherrscht. Ein zartes, aber zugleich starkes Mädchen, voller Anmut und Sensibilität.

"Es gibt immer etwas Schönes zu betrachten"

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Ich habe viele Lieblingsschriftsteller, und jeden schätze ich aus einem anderen Grund. Donna Tartt zum Beispiel wegen der Atmosphäre, den Figuren und den Schauplätzen der Handlung, aber vor allem wegen ihrer Sprache. John Green wegen seiner Fähigkeit, aus einfachen Gesten etwas Außergewöhnliches zu machen und wegen seiner einfühlsamen Art Gefühle zu beschreiben. Preston & Child wegen des Handlungsaufbaus und der Spannung, Ludlum wegen der Psychologie der Handlung und des Gesamtbilds, Janet Evanovich wegen ihrer Ironie und der sympathischen Darstellung. Justin Cronin für seine Fähigkeit, fantastische und blutige Geschichten zu schreiben, Frank Schätzing für seine außergewöhnliche Kompetenz in vielen Bereichen und die penibel recherchierten Plots. Lisa Leypas, Kathleen Wodiwiis, Mary Balogh und Sherry Thomas für die stimmungsvollen Kulissen, die Fähigkeit Personen zu schaffen, die perfekt in den historischen Kontext passen, für die Leidenschaft und großen Gefühle in ihren Geschichten.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Lächeln und immer wieder Gründe dafür suchen, es zu tun. Es gibt immer etwas Schönes zu betrachten, zu lesen, zu riechen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht schreiben?

Ich beschäftige mich mit meinen Bienen, züchte und sammle englische Rosen. Ich lese, kümmere mich um den Haushalt und die Kinder und gehe mit meinem Mann spazieren.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen …

1. Ich esse gerne Schokolade mit Kartoffelchips.

2. Ich lese gerne Vampir-Romane, aber solche mit gut erzogenen Dämonen tun es auch.

3. Ich habe Angst vor Horrorfilmen.

4. Ich hasse hochhackige Schuhe.

5. Ich möchte Klavierspielen lernen.

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