Crash-Diäten: Erfolg meist von kurzer Dauer

19.04.13 10:43
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Bei Crash-Diäten wird meist kein Fett verbrannt

Der Frühling ist da. Und je wärmer es wird, desto knapper fällt das Outfit aus. Damit die neue Jeans, das Kleid oder der Bikini vom letzten Jahr passt, müssen viele noch das ein oder andere Kilo zu viel los werden, das sie im Winter unter dicken Pullis verstecken ließ. Viele setzen dabei auf sogenannte Blitz- oder Crash-Diäten. Doch das ist der falschen Weg.

Im Frühjahr haben die Crash-Diäten Hockkonjunktur: Ob Zitronen-Diät, Kohlsuppen-Diät oder FDH: Sie alle versprechen einen großen Gewichtsverlust von mehreren Kilo in wenigen Tagen oder Wochen und basieren auf einer stark kalorienreduzierten Nahrungsaufnahme. Die Folge liegt auf der Hand – unbändiger Hunger und schlechte Laune!

Auf die Ernährung kommt es an

So verlockend "schlank in sieben Tagen" auch klingt - bei solchen Versprechen sollten Sie misstrauisch sein. Auch wenn sich mit Crash-Diäten kurzfristige Erfolge erzielen lassen und tatsächlich das ein oder andere Pfund purzelt - leider wird dabei kaum Fett verbrannt, sondern stattdessen werden Muskeln abgebaut. Der Körper spart nämlich lieber seine Fettreserven für schlechte Zeiten. Da Muskeln als Hauptbestandteil Eiweiß enthalten und dieses sehr viel Wasser an sich bindet, kommt es gleichzeitig zu dem relativ großen Wasserverlust im Körper.

Wenn Sie also nicht gleichzeitig auch ihre Ernährung umstellen oder aber mehr Sport in ihren Alltag integrieren, ist der Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert.
Blitzdiäten führen in der Regel zu einem verlangsamten Stoffwechsel. Es werden zwar weniger Kalorien aufgenommen, doch durch die Anpassung des Körpers an die reduzierte Energiezufuhr, arbeitet dieser auf "Sparflamme" und verbrennt auch weniger Kalorien. Spätestens, wenn Sie wieder normal essen, speichert der Körper die Energie und so füllen sich die Fettspeicher im Nu wieder auf. Der Lerneffekt für den Körper ist gleich null. So sind die mühsam runter gehungerten Pfunde ruck zuck wieder da, wo sie waren.

Trainieren Sie gesunde Verhaltensmuster, die Sie langfristig beim Gewichtverlieren unterstützen. Dazu gehört, dass Sie Portionen richtig einschätzen und die richtige Lebensmittelauswahl treffen. Auch langsames Essen hilft dabei, das Sättigungsgefühl wieder wahrzunehmen. Dieses setzt nämlich erst nach etwa 20 bis 30 Minuten ein.

Wer endlich schlank sein möchte, erreicht sein Ziel nur mit der richtigen Mischung aus bewusster und ausgewogener Ernährung und mehr Bewegung. Eine Ernährungsumstellung, mit regelmäßigen Mahlzeiten und einem reichhaltigen, nährstoffreichen Speiseplan liefert die Grundlage für Ihre schlanke Zukunft.

Drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten liefern Energie und sättigen. Keinesfalls sollten Sie Ihre Energiezufuhr drastisch, das heißt unter 1200 Kalorien täglich, einschränken. Mit einer solchen Kalorienmenge können Sie Ihr Gewicht langsam reduzieren, werden dennoch satt und sind zufrieden. Auf ihrem Speiseplan sollten immer reichlich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Fleisch und Fisch stehen.

Wer abnehmen will, verbessert seine Aussicht auf Erfolg durch Sport und Bewegung. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Wer sich bewegt, verbrennt nicht nur Kalorien. Beim Sport werden auch noch Glückshormone ausgeschüttet, die zufrieden machen. Dadurch sinkt auch die Lust auf Süßes, da Schokolade den gleichen Effekt im Körper hat wie Sport - leider mit dem Nebeneffekt der unschönen Speckröllchen. Außerdem können sich Menschen, die regelmäßig Sport treiben, auch öfter kleine Sünden wie mal ein Eis oder Kuchen erlauben. Denn die fallen im wahrsten Sinne des Wortes dann nicht mehr so stark ins Gewicht.

Von daher: Laufschuhe anziehen und ab nach draußen statt Kalorien zählen und hungern. Wenn Sie dazu noch mehr Obst und Gemüse in Ihren Speiseplan integrieren und statt in den Schoko-Riegel öfter mal in einen Apfel beißen, steht der Bikinifigur nichts mehr im Wege.

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